Prozess nach Rheinbad-Tumulten 2019: Saison 2020 friedlich
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Polizeifahrzeuge vor dem Düsseldorfer Rheinbad. Foto: Gerhard Berger/dpa/Archivbild
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Düsseldorf (dpa) - Mehr als ein Jahr, nachdem Tumulte im Düsseldorfer Rheinbad bundesweit für Aufsehen gesorgt haben, kommt ein mutmaßlicher Täter am Mittwoch (16. September, 13 Uhr) vor Gericht. Der damals 16-Jährige soll am Abend des 26. Juli 2019 zu einer Bediensteten des Rheinbads laut Amtsgericht gesagt haben: «Wenn wir uns privat sehen, klatsche ich dich gegen die Wand.» Außerdem: «Ich töte dich!» Der Tatvorwurf gegen den heute 17-Jährigen lautet auf Bedrohung. Der Prozess vor einem Jugendstrafrichter findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Das Rheinbad war am 29. und 30. Juni sowie am besagten 26. Juli 2019 mit Hilfe der Polizei geräumt worden. Neben dem damals 16-Jährigen war im Zuge des dritten Tumults auch Anzeige gegen einen 27-Jährigen erstattet worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde dieses Verfahren bereits mit einem Strafbefehl rechtskräftig beendet. Der Mann musste 30 Tagessätze à 20 Euro - also 600 Euro - zahlen, nachdem er bei der Räumung eine Polizistin als «dreckiges Stück Scheiße» beleidigt hatte.

Der Prozess gegen den heute 17-Jährigen soll laut Amtsgericht nach einem Tag beendet sein. Es seien Zeugen geladen. Aus Gründen des Jugendschutzes machte das Gericht keine weiteren Angaben zu dem Verfahren.

Die Umstände vor allem der letzten Rheinbad-Räumung, die jetzt Thema vor Gericht wird, hatten eine politische Debatte ausgelöst. Bei der spielte unter anderem die mutmaßliche Herkunft der beteiligten Personen eine Rolle. Der jetzt angeklagte Jugendliche ist nach früheren Angaben der Polizei in Deutschland geboren und hat einen afrikanischen Migrationshintergrund. Der damals 27-Jährige, der die Polizistin beleidigt hatte, ist Deutscher ohne Migrationshintergrund.

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