Prozess gegen mutmaßliche Kölner Hells Angels gestartet
DPA
Das Hells Angels-Emblem. Foto: Arne Dedert/Archiv
DPA

Köln (dpa/lnw) - Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen hat am Kölner Landgericht ein Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder oder Unterstützer der Hells Angels begonnen. Den acht Angeklagten wurden am Dienstag unterschiedliche Taten vorgeworfen, etwa die Bildung einer kriminellen Vereinigung. Dem Kölner Ableger der Rockergruppe sei es darum gegangen, sich mit Marihuana-Geschäften eine dauerhafte Einnahmequelle zu verschaffen «sowie die als ihr Revier beanspruchte Stadt Köln auch unter Einsatz von drastischer Gewalt frei von anderen Gruppierungen zu halten», sagte der Staatsanwalt. Auch Erpressung und Brandstiftung gehörten zu den Vorwürfen.

Der Prozess wurde von einem größeren Polizeiaufgebot abgesichert. Er ist eine Art Vorgeschmack auf einen zweiten großen Rocker-Prozess, der in der kommenden Woche in Köln beginnen soll - bei diesem geht es dann um versuchten Mord. Auch dort sind acht mutmaßliche Mitglieder oder Unterstützer der Kölner Hells Angels angeklagt.

SOCIAL BOOKMARKS