Zum Tag der Muttersprache: viele Kinder mehrsprachig
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Nele MyElvany, Dortmunder Bildungsforscherin, schaut in die Kamera. Foto: Meike Kenn/Technische Universität Dortmund/dpa
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Dortmund (dpa/lnw) - Zweisprachiges Aufwachsen und Mehrsprachigkeit nehmen nach Experten-Einschätzung in Deutschland zu. Das sei ein «absolut relevantes Thema» - mit einer unterschiedlich starken Ausprägung in den Bundesländern je nach Zuwanderungsstärke, sagte die Dortmunder Bildungsforscherin Nele McElvany zum Internationalen Tag der Muttersprache am 21. Februar. Bundesweit wachse inzwischen etwa jedes dritte Kind zum Ende des Grundschulalters mit mindestens einem nichtdeutschen Elternteil auf. In diesen Familien sei überwiegend davon auszugehen, dass die Kinder Deutsch und eine Eltern-Herkunftssprache sprechen.

Häufig seien vor allem Türkisch, Russisch und zunehmend auch Arabisch, erläuterte die Expertin vom Institut für Schulentwicklungsforschung Uni Dortmund. Mehrsprachigkeit sei ein hohes Gut, und man solle die Sprachen auch nicht gegeneinander ausspielen. Zugleich sei es aber zentral, früh mit der Deutsch-Förderung zu beginnen. Es reiche nicht aus, damit erst bei Grundschuleintritt zu beginnen. «Das ist ein weit verbreiteter Irrglauben.» Ziel des «Muttersprachentags» ist es, sprachliche, kulturelle Vielfalt und Mehrsprachigkeit zu fördern.

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