Grünen machen Wahlkampf an der Haustür
Bild: Neitemeier
Die Kandidaten (v. l.) Sonja von Zons, Wibke Brems und Thorsten Schmolke wollen bei der Landtagswahl für die Grünen im Kreis punkten. Die Rekordsumme von 15 000 Euro lässt sich der 253 Mitglieder zählende Kreisverband (so viele wie noch nie) den Wahlkampf kosten. Hinzu kommen weitere Mittel von den Ortsverbänden. Die Regierungskoalition mit der SPD soll möglichst fortgesetzt werden.
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3000 „normale“ Plakate und mehr als 50 Großflächenplakate sollen eingesetzt werden. „Wir wollen die Menschen und ihre Probleme ernst nehmen und sie auch aus der Politikverdrossenheit herausholen“, erklärten die Kandidaten am Montag bei der Präsentation des Wahlkampfkonzepts. Der Auftakt der Haustür-Aktion sei vielversprechend gewesen, berichtete von Zons von „sehr positiven Reaktionen“.

Freiheit, Fortschritt, frische Luft

Klar, die Bewerber wollen die Bürger vor allem für die grünen Zukunftskonzepte begeistern. Es gehe aber auch darum, die Menschen zur Wahl an sich und zur Stimmabgabe für eine demokratische Partei zu bewegen, so Brems. Die Gütersloherin hat beste Aussichten, ihre Arbeit im Landtag (seit 2010) fortsetzen zu können.

Drittstärkste Kraft, zweistellig und Regierungspartei werden – jeweils zum dritten Mal sollen diese Ziele am 14. Mai angesichts einer „erfolgreichen Arbeit in Düsseldorf“ verwirklicht werden. Gelingen soll das laut Brems mit einer zukunftsorientierten, freiheitsliebenden und solidarischen Kampagne, bei der es „um Haltung geht, weil unsere Gesellschaft und ihre Werte derzeit vielfach bedroht sind“. Elf Gründe für Grün seien unter den Oberbegriffen Freiheit, Fortschritt und frische Luft formuliert worden.

Sonja von Zons: „Herz statt Hass“

Sonja von Zons (43) aus Rheda-Wiedenbrück kandidiert im Süden des Kreises. „Herz statt Hass“ lautet das Motto der Diplomverwaltungswirtin, die Vielfalt und Toleranz stärken will. Beispielsweise führten oft Angst und Unkenntnis zur Ablehnung von Flüchtlingen. Zudem liegt von Zons die Schulpolitik am Herzen: „Schule muss sich vom Lern- zum Lebensort entwickeln. Das Abitur soll nach acht wie auch nach neun Jahren möglich sein.“

Wibke Brems: „Ich erneuere Energie“

Für Wibke Brems (36), die in Gütersloh, Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz antritt, ist die Zukunft von NRW nicht fossil, also nicht von Kohle und Stahl, sondern von digitaler Technik und erneuerbaren Energien geprägt. OWL sei da schon sehr weit. Man strebe 100 000 neue Jobs im Umweltbereich an. Die Elektroingenieurin lobt das erste Klimaschutzgesetz und die Verkleinerung des Braunkohletagebaus Garzweiler II.

Thorsten Schmolke: „Kommunen stärken“

Thorsten Schmolke (52, Werther) will im Norden des Kreises viele Stimmen sammeln. Er tritt für die Stärkung der Kommunen, einen sparsamen Flächenverbrauch und für die nachhaltige Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ein. In puncto Landwirtschaft propagiert er „regionale Vertriebswege und eine angemessene Bezahlung“.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 21. März.

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