Aktivisten sprechen für die Tiere
Foto: Grund
Ihre Forderungen sind klar formuliert: weg von der industriellen Massentierhaltung und hin zu Bio-Tierhaltung. Eine Schar von Umweltaktivisten macht sich für die Förderung von kleinen, landwirtschaftlichen Höfen sowie Tier- und Umweltwohl stark.
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Nach einem kurzen Zusammentreffen während des Wochenmarkts auf dem Berliner Platz verteilten sich die Akteure – jeweils einzeln – auf die Gütersloher Verbrauchermärkte, um Kunden mit Plakaten zu sensibilisieren und darum zu bitten, in der Fleisch- sowie Gemüseabteilung keine Billigprodukte zu kaufen.

Artgerechte Tierhaltung und globale Solidarität

Oliver Groteheide von Fairleben erklärte, dass die Aktivisten für eine ökologische Landwirtschaft, ein regionales Lebensmittelhandwerk, artgerechte Tierhaltung, Klimaschutz und globale Solidarität einstünden. Mit der Plakat-Aktion wolle man die Mitbürger zum Nachdenken anregen.

Normalerweise hätte an diesem Samstag die Aktion unter dem Titel „Wir haben es satt“ in Form einer bundesweiten Großdemo stattgefunden. Da die Veranstaltung pandemiebedingt abgesagt wurde, haben tausende Unterstützer Fuß- und Schuhabdrücke angefertigt, die unter dem Motto „Lasst uns gemeinsam die Agrarwende lostreten“ am Samstag vor dem Berliner Kanzleramt ausgelegt wurden.

Einzelne lokale Aktionen statt einer großen auf Bundesebene

Ersatzweise fanden bundesweit, unter anderem in Bielefeld und Gütersloh, von der Meldepflicht befreite Einzel-Personen-Aktionen statt. „Wir möchten nicht, dass der jetzige Zustand der Agrarwirtschaft konsolidiert wird, indem die Ställe minimal größer werden, damit die Tiere minimal mehr Platz haben. Unser Ziel ist, dass 80 Prozent der Tierbestände bis 2025 reduziert werden, damit Tier- und Umweltschutz gewahrt und Klimaziele erreicht werden können“, so Oliver Groteheide.

Das könne beispielsweise durch staatliche Förderungen erreicht werden, betonen Oliver Groteheide und Katharina Friess von der Tierschutzorganisation Animal Save Bielefeld. Das aktuelle Tierleid und die damit einhergehende Umwelt- und Klimazerstörung sei nicht mehr akzeptabel.

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