Leidenschaft und Ehrgeiz ebnen Weg zum Film
Bild: Bussieweke

In rund 20 Film- und Fernsehproduktionen hat die 19-jährige Isselhorsterin Vivien Sczesny bislang mitgespielt. Künftig soll diese Zahl weiter steigen. Das Bild zeigt die Nachwuchsschauspielerin im Garten ihres Elternhauses.

Bild: Bussieweke

Schauspielerin werden wollte Vivien schon, als sie fünf Jahre alt war. Wo die Berufswünsche anderer junger Menschen fast im Wochentakt wechseln, ist ihrer gleichgeblieben. Mit Bühnenauftritten hat Vivien dann auch schon im Alter von fünf Jahren angefangen. Im Isselhorster „Spatzenchor“, bei dem Jungen und Mädchen ab fünf Jahren mitsingen können, startete sie mit ihren Auftritten. „Immer in der ersten Reihe“, wie ihre Mutter Melanie Sczesny sagt. Im Verlauf der nächsten zehn Jahre stand sie regelmäßig mit den Kinderchören auf der Bühne.

Beim Singen blieb es nicht. „Der Chor hatte immer wieder Musicalauftritte. Da haben mein Mann und ich schon gesehen, dass Vivien die Schauspielerei liegt. Wir wollten das trotzdem erst einmal beobachten“, sagt Melanie Sczesny. Ihr anfänglicher Verdacht hat sich bestätigt. 2015 fing ihre Tochter Vivien damit an, gemeinsam mit ihrem Vater quer durch Deutschland zu fahren und ein Casting nach dem anderen zu besuchen. Und wie lief das? „Nicht gut, nicht erfolgreich“, sagt Vivien Sczesny und lacht. Denn was ausgeschrieben wurde, war nicht immer gefordert. „Obwohl anders ausgeschrieben, wurde manchmal etwa ein 40-jähriger Mann mit erhöhtem Körpergewicht, am besten mit Tattoos, gesucht, statt eines 15-jähriges Mädchens“, ergänzt die Nachwuchsschauspielerin. Einmal sei sogar ihr Vater gefragt worden, ob er nicht eine Komparsenrolle übernehmen wolle. „Eigentlich sind wir wegen meiner Tochter hier“, habe der gesagt und dankend abgelehnt.

Passende Angebote schwer zu finden

Dass die passenden Angebote schwer zu finden, schwammig ausgeschrieben und hoffnungslos überlaufen waren, darüber kann Vivien Sczesny heute lachen. Denn eher früher als später kam der Erfolg, der den Startschuss für zahlreiche weitere Rollen gab. In der 2017 erschienenen Kinokomödie „Schatz, nimm du sie“, in der unter anderem die Komikerin Carolin Kebekus mitspielt, hatte sie immerhin eine kleine 20-Sekunden-Rolle, bei der sie in einem Gespräch über Skype zu sehen ist. „Bei der Premiere, die ich in Köln gesehen habe, war es ein komisches Gefühl, mich selbst auf der Leinwand zu sehen. Vor allem, weil ich sehr selbstkritisch bin – nur so kann ich mich verbessern“, sagt Vivien Sczesny.

SOCIAL BOOKMARKS