Porta soll Teilflächen bebauen dürfen
Bild: Dinkels
Reichlich Fläche hat Porta auf dem Parkplatz an der Friedrich-Ebert-Straße. Nicht alle Stellplätze werden benötigt. Um das Gelände besser auszunutzen, soll ein Teil überbaut werden. Dazu gehören auch die großzügigen Rasenflächen.
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Mit dieser Maßgabe hat der Planungsausschuss am Dienstag sein grundsätzliches Einverständnis erklärt und die Verwaltung mit weiteren Gesprächen mit dem Möbelunternehmen beauftragt.

Wie berichtet, werden der Parkplatz und die Grünflächen nicht in Gänze benötigt. Porta will straßenbegleitend einen großen Fahrradmarkt (2000 Quadratmeter), ein Fitnesscenter (2000 Quadratmeter) sowie Gastronomie (450 Quadratmeter) und ein Hotel (2100 Quadratmeter) bauen. Die Verwaltung sieht Gastronomie (aus Lärmschutzgründen) und ein Hotel (wegen des Standorts) kritisch. Deshalb hatte Porta nach einer Reihe von Gesprächen einen Bürgerantrag eingereicht mit dem Ziel, den Bebauungsplan entsprechend zu ändern.

„Generell können wir uns eine Weiterentwicklung des Geländes vorstellen“, sagte Detlev Kahmen (CDU). Drei Punkte seien der Union wichtig: In den Entwurf sei eine „schöne und interessante Eckbebauung“ einzuarbeiten. Geprüft werden soll, ob dort nicht doch auch Wohnbebauung möglich sei. „Das wäre uns lieber.“ Und schließlich gelte es, mit den Anliegern zu sprechen wie etwa Brockmeyer (Gartencenter).

„Dem kann ich mich weitgehend anschließen“, sagte Dr. Thomas Krümpelmann (SPD). „Wenn Porta das Fass wieder aufmacht, dann sollte die Stadt ihre Vorstellungen einbringen. Eine Eckbebauung ist städtebaulich geboten“, sagte Krümpelmann und formulierte das als Antrag. Er zweifelte am Bedarf für ein Hotel.

„Im Großen und Ganzen sehen wir das positiv“, sagte Nobby Morkes (BfGT). In Gesprächen mit dem Vorhabenträger solle allerdings darauf hingewiesen werden, dass es schon heimische Händler gebe, auf die man Rücksicht nehmen sollte.

Die städtebauliche Situation an der Stelle sei nicht ganz einfach, sagte Birgit Niemann-Hollatz (Grüne). „Schwierig finden wir den Nutzungsmix.“ Ein Hotel sei an anderer Stelle wichtiger. Der Gütersloher Einzelhandel müsse geschützt werden. „Da haben wir eine Verantwortung.“ Den Grünen sei es auch wichtig, eine Wohnnutzung einzubringen.

„Mit dem Hotel haben wir kein Problem“, sagte Norbert Bohlmann (UWG). In der Preiskategorie zweieinhalb Sterne fehle ein Haus etwa für Monteure. Das Thema Wohnen sei auf jeden Fall zu prüfen, und eine Eckbebauung müsse durchgesetzt werden. Bohlmann: „Das Ganze ist ein Geben und Nehmen.“ Prüfen könne man auch, ob man baulich nicht noch weiter in die Höhe gehen könne.

Ansässiges Radgeschäft benötigt mehr Platz

„Es ergibt Sinn, den Parkplatz zu beleben“, sagte Manfred Reese (Linke). Er wundere sich allerdings über den geplanten Nutzungsmix. Im Umkreis von 500 Metern gebe es mindestens ein Geschäft, das darunter leiden werde. Ein großes Fitnesscenter sei fußläufig erreichbar. „Da noch einmal 2000 Quadratmeter hinzusetzen, halte ich für Irrsinn“, sagte Reese. Gastronomie sei in Ordnung, ein Hotel solle man noch einmal überdenken.

Detlev Kahmen (CDU) sagte, beim Fahrradhandel werde es keinen Verdrängungswettbewerb geben. Es handele sich um einen Ersatzstandort für ein bestehendes Geschäft, das nicht genügend Platz habe.

Andreas Müller (BfGT) warf ein, die städtebauliche Gestaltung sei auch von der Nutzung abhängig. Es dürfe keine sichtgeschützte Hinterhofsituation entstehen. Was das Thema Wohnen und Lärm angehe: „Wer in die Stadt zieht, ist sich bewusst, dass es nicht so ruhig ist wie auf der grünen Wiese.“

Gabriele Diekötter (Grüne) erklärte: „Es ist unverzichtbar an der Stelle, dass eine vernünftige Architektur entsteht.“ Auch Inga Linzel, Leiterin des Fachbereichs Stadtplanung und Bauordnung, bezeichnete eine Eckbebauung als „städtebaulich geboten“. Außerdem verwies sie auf die Wohnbebauung an der Holzstraße, auf die aus Lärmschutzgründen Rücksicht zu nehmen sei, etwa bei der Gastronomie.

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