SPD will Licht ins Dunkel bringen
Foto: Dünhölter
Mit Unterstützung von (v. l.) Dr. Siegfried Bethlehem und der Isselhorster SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Maria Vornholt-Schröder hat Vivien Sczesny einen Prüfantrag zur Beleuchtung des Postdamms auf den Weg gebracht.
Foto: Dünhölter

Während ihrer Schulzeit auf dem Evangelisch Stiftischen Gymnasium (ESG) ist Vivien Sczesny die gut zwei Kilometer lange Strecke zwischen ihrem Wohnort im Lutterdorf und dem ESG in Dauerschleife rauf-und runter gependelt. Im Sommer, bei Tageslicht, war das kein Problem.

Sobald es dunkel wird, wird die Strecke gefährlich

Nach Einbruch der Dunkelheit, im Herbst und in den langen Wintermonaten standen der Mutter der Schülerin wegen der fehlenden Beleuchtung auf der gesamten Strecke regelmäßig Sorgenfalten auf der Stirn. Vivien Sczesny: „Sie hat mich immer wieder gefragt: ‚Muss das Radfahren im Dunkeln wirklich sein?‘“

Bereits in der fünften Klasse machte sich Vivien Gedanken über die Problematik der fehlenden Ausleuchtung. Sie habe gesagt: „Es ist nicht nur im Winter dunkel.“ Selbst im Frühjahr sei es „morgens relativ problematisch“. Nach ihrem Ermessen „reicht das normale Fahrradlicht nicht mehr aus“.

Während aus der Schülerin eine Studentin wird, ändert sich am Postdamm nichts

Mittlerweile ist aus der Schülerin eine 20-jährige Studentin geworden. An der nicht vorhandenen Beleuchtung auf der Verbindungsachse, die für Zweiräder prädestiniert ist, hat sich in all den Jahren derweil nichts verändert. Zumindest bis jetzt.

Möglicherweise gehört der Dunkelkammercharakter der baumbewachsenen Allee bald der Vergangenheit an. Auf Initiative der seit zwei Jahren zum Vorstand des SPD-Ortsvereins Isselhorst gehörenden Jungschauspielerin will die SPD-Fraktion im Rahmen der Planungsausschuss-Sitzung im September einen die Machbarkeit abklopfenden Prüfantrag zur Beleuchtung der Strecke einreichen.

Einen ähnlichen Antrag gab es schon

Nun muss man sagen: Neu ist die Idee nicht. Vor fast drei Jahren wurde ein entsprechender Antrag des Jugendparlaments bereits im Planungsausschuss behandelt – und abgelehnt. Dennoch sind die altgedienten Genossen an Vivien Sczesnys Seite um die Isselhorster Ortsvereins-Vorsitzende Maria Vornholt-Schröder und Dr. Siegfried Bethlehem zuversichtlich.

Durch die Modernisierung von Isselhorst habe sich „die Ausgangslage komplett verändert“, so Vivien Sczesny. Größtes Faustpfand bei der Reaktivierung der Pläne ist die im Juli 2019 erfolgte Ausweisung zur ersten Gütersloher Fahrradstraße. Seit zwölf Monaten genießen Zweiräder auf der gut zwei Kilometer langen Geraden absolute Priorität.

Vorschlag im Sinne der alternativen Mobilität

Der SPD-Ortsverein um Maria Vornholt-Schröder will mit dem Prüfantrag gleichzeitig einen Beitrag zur Diskussion zum Radwegebau leisten sowie zum umweltschonenden Bewusstsein beitragen. Vivien Sczesny: „Alternative Mobilität wird immer wichtiger. Man kann nicht einfach nur Radwege bauen, ohne für Verkehrssicherheit zu sorgen.“

Auch das Thema Schulwegsicherung spiele eine zentrale Rolle. Durch den Ausbau der via Postdamm leicht erreichbaren Dritte Gesamtschule werde der Zweiradverkehrs in naher Zukunft „weiter zunehmen“.

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