Zweijähriger bei Wohnungsbrand verletzt
Foto: Grund
Nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus wurde ein Kind mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung für ins Krankenhaus gebracht.
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Alle Bewohner des Sechs-Parteien-Hauses wurden evakuiert. Zwei Erwachsene und drei Kinder aus einer über der Brandwohnung liegenden Wohnung wurden von Einsatzkräften der Feuerwehr vom Balkon aus mit der Drehleiter in Sicherheit gebracht. Ihnen war der Weg über den Flur ins Freie durch dichte Rauchgase versperrt. „Mehrere Anrufer hatten den Brand gemeldet. Kurze Zeit später kam die Meldung, dass sich noch Personen in der betroffenen Wohnung befinden“, so Einsatzleiter Oliver Eichstädt von der Berufsfeuerwehr Gütersloh.

Rauch im Treppenhaus

Wegen der unklaren Situation waren rund 40 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und dem Freiwilligen Löschzug Gütersloh sowie drei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug an Ort und Stelle. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute stand das Kinderzimmer bereits in Flammen. Die Wohnungsinhaberin hatte die Räume mit ihren zwei Kindern in der Zwischenzeit verlassen. Durch die geöffnete Tür drang der Rauch ins Treppenhaus. „Deswegen mussten wir eine Familie im zweiten Obergeschoss über die Drehleiter retten“, so Eichstädt. Eine andere, fünfköpfige Familie wurde, nach intensiver Betreuung durch Feuerwehrkräfte, über das rasch entlüftete Treppenhaus ins Freie geleitet.

Drei Wohnungen unbewohnbar

Insgesamt wurden mehr als zehn Personen vom Rettungsdienst untersucht. Ein zweijähriger Junge wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus Bethel gebracht. Ein zweiter Atemschutz-Trupp bekämpfte den Brand vom Treppenhaus aus und über eine Drehleiter von außen. Aufgrund der Schäden durch das Feuer und wegen der starken Verrauchungen sind drei Wohnungen im Haus unbewohnbar geworden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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