FDP bringt kleine Umgehung ins Gespräch
Bild: Schäfer
Im Jahr 2010 hatte die Gemeinde beantragt, eine Verlegung der Marienfelder Straße in den Bedarfsplan aufzunehmen. Das ist auch geschehen. Mehr ist allerdings nicht passiert, denn eine klare Einordnung des Projekts durch die Landespolitik steht aus.
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Erste Schritte liefen noch zügig ab. Vor sieben Jahren gab es letztmals eine Mitteilung zum Projekt. Und jetzt? Kurzum: Es gibt nichts Neues. Das teilte jetzt auf Nachfrage dieser Zeitung Straßen NRW mit. „Es gibt keinen veränderten Sachstand“, sagte Sven Johanning, Pressesprecher der Behörde. Und den könne es auch nicht geben, da dem Projekt eine politische Entscheidung zugrunde liegen müsse, sagte Johanning.

Der Gemeinderat hatte die Aufnahme der Nordwestumgehung für Clarholz im Zuge der L 806 mit zukünftigem Anschluss an die B 64 n in den Landesstraßenbedarfsplan beantragt. Begründet wurde das damit, „dass mit einer überproportional zunehmenden Verkehrsbelastung auf der L 806 gerechnet werde“. Der Anteil an Lastwagen wurde bereits 2010 durch die Verwaltung als sehr hoch eingestuft.

Als „nachrangig“ eingestuft

Nur wenige Tage nach dem Ratsbeschluss ging ein Schreiben der Verwaltung an den Landesbetrieb Straßen NRW. Die Niederlassung Bielefeld leitete den Antrag weiter. Im Februar 2011 lag er beim Landesministerium vor. Die Rede war von einer Berücksichtigung im Rahmen der nächsten Fortschreibung des Landesstraßenbedarfsplans. Blickt man heute auf eine Liste – auf dem 12. Dezember 2006 datiert –, ist die Verlegung der Marienfelder Straße enthalten – mit der Dringlichkeitsstufe 1. Die sollte laut Behörde alle „Maßnahmen umfassen, deren Realisierung bis zum Jahr 2015 abgeschlossen oder eingeleitet sein wollen“. Aber: Im Oktober 2011 hat eine Aktualisierung stattgefunden. Und darin heißt es, dass die Verlegung der L 806 „nachrangig zu planen“ ist.

Ratsherr verspricht sich Entlastung

 Und eben daran hat bisher kein politischer Beschluss etwas geändert. Die Verkehrsbelastung habe sich aber im Lauf der Jahre nicht vermindert, so Ratsherr Roland Stefan. Eher im Gegenteil. Demnach müsse aus Sicht der Freien Demokraten etwas geschehen. Der Politiker verspricht sich durch eine teilweise Verlegung der Marienfelder Straße eine Entlastung des Ortsteils Clarholz. Es sei jetzt einfach an der Zeit gewesen, eine Anfrage an Verwaltung und Rat zum Sachstand des Projekts zu richten.

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