Hundezählung spült Geld in die Kasse
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Wer einen Hund in Herzebrock-Clarholz hält, zahlt dafür aktuell 60 Euro Steuer. Wer gleich zwei Vierbeiner betreut, für den werden 72 Euro je Hund fällig.
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Über welche Zeiträume die Hundehalter sich um die Steuerzahlungen gedrückt haben, ist nicht bekannt. Fakt ist: Die Hundebestandsaufnahme hat sich für die Gemeinde gelohnt. Zumindest finanziell.

Denn abgesehen vom Einblick in das schwächelnde Steuergewissen einiger Bürger, bleibt ein deutliches Plus. Die Hundezählung im vergangenen Jahr hat 14 000 Euro gekostet, aber Mehreinnahmen von 43 000 Euro in die Kasse gespült. Vom 12. September bis 30. November waren Mitarbeiter einer externen Firma aus Düren unterwegs, haben an Haustüren geklingelt und Fragen rund um den Hund gestellt.

Vor Beginn der Zählung waren in der Gemeinde 1303 Vierbeiner gemeldet. Jetzt sind es 1459. Durch die Zählung wurden 138 Ersthunde, 48 Zweit- und 9 Dritthunde neu erfasst. 39 Tiere wurden aufgrund von Tod oder Umzügen abgemeldet, teilt die Verwaltung mit. Auch für das Verwaltungshandeln hat das Ergebnis Konsequenzen.

Tiere innerhalb von zwei Wochen anmelden

Die Zeiten, in denen im Rathaus Anmeldungen von Hunden angenommen wurden, ohne deren Richtigkeit stichhaltig zu überprüfen, sind vorbei. Insbesondere, nachdem im Vorfeld der angekündigten Zählung etliche ältere Hunde angemeldet worden waren – allerdings nicht rückwirkend. Aufgrund der jüngsten Erfahrungen sind die Verwaltungsmitarbeiter gehalten, verstärkt auf die Einhaltung der Satzungsvorschriften zu achten.

Demnach muss jeder Hund innerhalb von zwei Wochen nach der Aufnahme gemeldet werden. Eine Fristüberschreitung von zwei Wochen werde als Verstoß mit einem Verwarn- oder Bußgeld geahndet, teilt die Verwaltung mit. Die Gemeindeverwaltung kündigte zudem an, auch bei Abmeldungen künftig stärker darauf zu achten, dass die Hundesteuermarken zurückgegeben werden. Das soll ein Weiterbenutzen nach Abmeldung des Hundes verhindern.

Im Rückblick lässt sich zudem feststellen, dass die Zahl der Hunde in der Gemeinde kontinuierlich steigt. Waren im Jahr 2010 noch 1078 Hunde gemeldet, zeigt die Statistik für das Jahr 2015 bereits die Zahl von 1184 und im Jahr 2018 insgesamt 1318. Damit steigt auch die Summe der Hundesteuereinnahmen: Von knapp 49 000 Euro in 2010 auf jetzt für das laufende Jahr kalkulierte 90 000 Euro.

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