Kein Interessent für Grabenräumer in Sicht
Bild: Schäfer
Ob sich für den Grabenräumer noch ein Käufer findet? Zumindest für den ausrangierten Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr soll die Reise weitergehen – ins lettische Valmiera.
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Im Jahr 2005 bestellt und ein Jahr später geliefert, hat er knapp zehn Jahre lang seine – kommunalpolitisch immer wieder diskutierten – Dienste getan.

Oft war der Einsatz des Grabenräumers, der einen Neuwert von rund 250 000 Euro hatte und seitens der Gemeinde im Mietkauf angeschafft worden war, Thema von Diskussionen. Mal schienen die Einsatzzeiten zu gering, mal ließ sich das Gerät aufgrund von Baumwuchs entlang der Gewässer nicht wie gewünscht einsetzen.

Im April 2015 lief der Mietvertrag für das Gefährt aus. Im Juni desselben Jahres übernahm eine externe Firma die Unterhaltung der Wasserläufe. Seitdem steht der Grabenräumer auf dem Bauhof und wartet auf einen Käufer. Keine einfache Sache, urteilt die Verwaltung auf Nachfrage der UWG-Fraktion.

„Es ist kein Markt vorhanden“

„Ein eventueller Käufer könne nur aus dem Kundenstamm des Herstellers Berky kommen“, so die Verwaltung. Daher wurde das Unternehmen Berky beauftragt, die Akquise für eine Vermarktung zu übernehmen. Ein Interessent habe sich im vergangenen Herbst gemeldet, sei jedoch letztlich wieder abgesprungen.

 „Festzustellen ist, dass für den gebrauchten Grabenräumer im Prinzip kein Markt vorhanden ist“, heißt es in der Mitteilung. Denn um damit arbeiten zu können, würden drei Personen gebraucht. Und eine Straßenzulassung habe der Grabenräumer auch nicht. Räder müssten für den Transport auf einem Tieflader abmontiert werden. Jetzt soll er zum Schrottwert vermarktet werden, heißt es aus dem Rathaus.

 Anders bei einem ausgedienten Mannschaftstransportwagen des Löschzugs Möhler: Der Ford Transit Baujahr 1993 mit rund 66 000 Kilometern auf dem Tacho soll ins lettische Valmiera gehen. Dort soll er die Freiwillige Feuerwehr in der Partnerregion des Kreises Gütersloh unterstützten. Möhler hat bereits ein neues Fahrzeug erhalten. Absprachen für die Überlassung seien getroffen, wurde in einer Fachausschusssitzung mitgeteilt. Die Initiative dazu kam vom UWG-Ratsherr Dirk Holtkamp. Er hatte vor wenigen Jahren bereits ein ausgedientes Löschgruppenfahrzeug selbst nach Valmiera gefahren.

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