Konferenz wünscht mehr Sozialwohnungen
Bild: Caritas
Die Jahreshauptversammlung der Caritaskonferenz wurde unter anderem durch Vorstand und Ehrengäste begleitet.
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Ein Indiz ist der Name: Die Caritaskonferenz stehe ausschließlich für ehrenamtliches Engagement, so die Vorsitzende. Und die besteht seit 70 Jahren im Ortsteil Herzebrock.

Das lateinische Wort für Nächstenliebe im Titel, beschreibt kurz gefasst das, was die Caritaskonferenz ausmacht: Engagement im Dienst am Nächsten. Wer meint, in Zeiten wirtschaftlichen Wohlstands sei das überflüssig, der irrt. „Not versteckt sich“, sagt Lucia Herfert. Das kann Schriftführerin Jutta Mels im Gespräch mit dieser Zeitung bestätigen. Eine Aussage, die die ehemalige Vorsitzende der Caritaskonferenz, Lucie Beuckmann, geprägt habe. „Die aber immer noch gültig ist“, so Herfert.

Wo sie die größten Probleme in der Kommune sehen? „Es gibt zu wenig Sozialwohnungen“, wirft Jutta Mels (54) ein Schlaglicht auf die  Baustellen, die es auch in Herzebrock-Clarholz gebe. „Wir haben oft festgestellt, dass das ein Problem ist.“ Sowohl für alleinstehende Rentner als auch für Familien.

Hinweise kommen auch von Betreuern

Einen nächsten Aspekt bringt Lucia Herfert ein. Die 57-Jährige schildert einen Konflikt: „Wenn wir Jugendlichen, deren Familien Hartz-IV-Bezieher sind, anraten, sich bei passendem Alter doch ein kleines Taschengeld dazu zu verdienen, wird es auf der anderen Seite wieder abgezogen.“ Finanziell müsse alles offengelegt werden. Und es gibt keine Möglichkeit für die Heranwachsenden, etwas anzusparen, so Herfert, die weiß, dass die gesetzliche Ursache dafür beim Bund liegt.

Viele Hinweise zum Lebensalltag Hilfebedürftiger würden sie über deren Betreuer oder übergeordnete Stellen der Caritas erhalten. Oft aber auch über Besuche, die zu den vielfältigen Aufgaben der Caritaskonferenz zählen. „Man bekommt dann einfach etwas mit. Manchmal auch nur am Rande“, so Jutta Mels. Doch das biete Gelegenheit, Angebote zu machen, sagt die Lehrerin.

Oft geht es um finanzielle Engpässe

Fragen und Probleme von Menschen, die unbürokratisch Hilfe benötigen, werden in der Regel bei den Sitzungen des Vorstands erörtert. „Oft geht es dabei um finanzielle Engpässe oder häusliche Probleme“, heißt es im Jahresbericht der Konferenz. Die Gruppe kann auf 45 Mitglieder bauen, die ihre Augen und Ohren offen halten. „Und noch viele, viele mehr, die zu verschiedenen Anlässen helfen“, so die Vorsitzende Lucia Herfert. Sie ist dankbar für die breite Unterstützung.

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