Lehrer lernen für digitalen Unterricht
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Das iPad als derzeit beste Lösung für den Einsatz im Unterricht: So sieht es der IT-Fachmann Markus Schröder. Damit Lehrer und somit auch Schüler gut gerüstet sind, schulte er die Kollegien.
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Die IT-Administratoren der Gemeinde, Christoph Schlepphorst und Witalij Nenachow, begleiteten die Veranstaltung und beantworteten Fragen rund um die Geräte und die Infrastruktur, die in der Boland-, Josef- und Wilbrandschule sowie der Von-Zumbusch-Gesamtschule zum Einsatz kommen. 

Anschaffungen rund ums Internet

„In den Sommerferien haben wir so einiges rund um das schnelle Internet geschafft“, sagte Christoph Schlepphorst. Referent Markus Schröder konzentrierte sich auf die praktische Anwendung der iPads. Am Vormittag führte er unter dem Titel „Digitaler Unterricht mit dem iPad“ vor, wie die Lehrkräfte mit der Classroom-App Aufgaben stellen, verteilen, einsammeln und präsentieren können. Er zeigte Beispiele für gut erprobte Lern-Apps in verschiedenen Schulfächern und erläuterte ihr Potenzial für einen zeitgemäßen digitalen Unterricht. 

Apple-Mobilgeräte sind im Rennen

Am Nachmittag stand „trockener Stoff“, wie die schulinterne Verwaltung der iPads, im Mittelpunkt. Dass er das iPad als derzeit beste Lösung für den Einsatz im Unterricht sieht, sagte Schröder ganz offen und unterstützte damit die Entscheidung, die von den Schulen und der Gemeinde getroffen worden war: In allen Schulen werden einheitlich Apple-Mobilgeräte genutzt. Sie werden vom Schulträger angeschafft und verwaltet. Das Systemhaus Bense ist Bezugs- und Support-Partner. Mit Blick auf die praktische Arbeit beruhigte Markus Schröder die Lehrer, die er als Multiplikatoren für den digitalen Unterricht sieht: „Sie können im Umgang mit den Geräten und der Software nichts falsch machen. Vieles erklärt sich selbst und die digitalen Handbücher sind sehr hilfreich. Darüber hinaus profitieren Sie von unserer Expertise, in die die Erfahrungen zahlreicher Schulen aus ganz Westfalen eingeflossen sind.“

Runder Tisch zur Digitalisierung

Als nächster Schritt zur Digitalisierung der Schulen in Herzebrock-Clarholz findet in der ersten Schulwoche ein Runder Tisch mit Vertretern des Schulträgers, der Schulen und des begleitenden Moderationsteams statt. Dann liegen auch die Medienkonzepte vor, die als Grundlage für die Finanzierung und Bereitstellung der Ausstattung dienen. Nur noch ein positiver Ratsbeschluss sowie die erfolgreiche Beantragung von Fördermitteln sind im Anschluss nötig, damit eine zeitgemäße digitale Lernumgebung Realität werden kann. Das Land NRW hat in Aussicht gestellt, alle Lehrkräfte sobald wie möglich mit mobilen Endgeräten auszustatten, und die Kommune und die Schulen wollen diese Unterstützung möglichst schnell beantragen. Damit können die Lehrkräfte einer Herausforderung begegnen: Außer dem Wiedereinstieg in einen Präsenzunterricht müssen sie sich in den digitalen (Distanz-)Unterricht einarbeiten und dafür Erfahrungen mit Geräten, Lern-Apps und Organisationsformen digitalen Unterrichts sammeln. Welche Hilfestellung das Land NRW dazu geben wird, ist abzuwarten.

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