Möhler außer Rand und Band
Bild: Schäfer
Nicht in Heerde, sondern in Möhler waren die jecken Schützen aus Clarholz unterwegs und hatten viel Spaß.
Bild: Schäfer

Da ließen sich die Karnevalisten im Umzug – in diesem Jahr waren 260 mit von der Partie – und am Rand der Kapellenstraße nicht lange bitten.  Die Helau-Rufe tönten durch die Ortschaft, auch wenn mancher Jecke sich wohl schon in Harsewinkel wähnte. Das tat der guten Laune keinen Abbruch. Ebenso wenig wie die stürmischen Böen, die so manche Perücke einem Härtetest unterzogen und den ein oder anderem Ballon mit in den Himmel zogen.

„Los ihr Schützen, auf zum Mond – in Heerde heute der Jecke wohnt!“, skandierte die Clarholzer Grünröcke. Stilecht kamen Männer und Frauen mit Glitzer und Glamour als Astronauten und Sternenwesen daher. Stark vertreten war auch die Herzebrocker Gilde: Nicht grün im Gesicht, aber grün gewandet zeigten sich Vorstand „und alle, die Lust haben“, so Jutta Heitmann-Ewerszumrode, Leiterin der Damenkompanie. Die Nachwuchsschützen bereicherten den Umzug als bunte Märchenfiguren. Michael Hansen schwang das Zepter beim Spielmannszug, der in seinen Scheichgewändern durchaus mit dem Wind zu kämpfen hatte.

„Wir sorgen für Schützenkönige in spe!“

Und auch der amtierende Thron um die Majestäten Tobias und Sabrina Witte hat wohl einiges vor: „Bier und Sekt adé! Wir sorgen für Schützenkönige in spe. Wir machen die 1000 voll“, hatten sie die Mitgliederzahl der Herzebrocker Schützen im Blick. Und in der Tat: Drei Paare des Throns erwarten ein Kind und die jüngste Karnevalistin im Alter von einem halben Jahr begleitete den Umzug wohlbehütet im Kinderwagen. Da kann die 1000er-Marke wohl kommen.

 Ob Landjugend Oelde-Stromberg, die Jungschützen aus Clarholz, Familie Gehrmann und Groteheide, der Kegelclub, die Kugelgrabscher 2014, die Gruppe vom Samtholz und andere: „So viele Teilnehmer waren in den vergangenen Jahren nicht dabei. Es sind rund 260. Das ist klasse“, freuten sich die Organisatoren des Möhleraner Karnevals Mario Heiringhoff und Kai Lönne. Und nach dem Umzug, einmal die Kapellenstraße hinauf und wieder hinunter, war die Party noch lange nicht vorbei. Im Festzelt wurde ausgiebig weiter gefeiert.

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