„Wir setzen auf Eigenverantwortung“
Bild: Frenz
Vorfreude auf die Freibad-Saison herrscht trotz Corona bei (v.l.) Schwimmmeisterin Vanessa Müller, Jörg Kampeter (Verantwortlicher für den Bäderbereich in Rheda-Wiedenbrück) und Sigrid Strüber (Förderverein Freibad Rheda). Bilder: Frenz
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Schwimmmeisterin Vanessa Müller freut sich schon darauf, die Gäste im Rhedaer Freibad heute wiederzusehen. Den Großteil der Schwimmer kennt sie. „Ich kann mir auch genau vorstellen, wer hier direkt um 8 Uhr an der Kasse steht“, sagt sie. 

Beide Bäder starten Betrieb

Am Donnerstag öffnen beide Einrichtungen in Rheda-Wiedenbrück. „Damit gehen wir einen besonderen Weg“, erläutert Bürgermeister Theo Mettenborg, denn die meisten Städte würden zum Testlauf unter Corona-Maßnahmen erstmal nur eines ihrer Bäder öffnen. In der Doppelstadt soll aber kein Ortsteil hintenanstehen. „Stück für Stück gehen wir in den Probelauf“, sagt Jörg Kampeter, Verantwortlicher für den Bäderbereich in der Doppelstadt.

Die Corona-Regeln: Nur 50 Personen dürfen zeitgleich für zwei Stunden ins Wasser – unter Beachtung einer einheitlichen Schwimmrichtung und Abstand zu den anderen Sportlern. „Ganz vorsichtig“ müsse der Betrieb jetzt anlaufen, fügt er hinzu. Deshalb beschränke sich das Angebot zunächst auf den reinen Schwimmbetrieb. Höchstens zwei Stunden dürfen Gäste in den ersten Tagen verweilen, Sitzmöglichkeiten, Liegewiese und Spielbereich sind gesperrt. Jeder Gast bekommt ein Armband, dessen Farbe die Einlasszeit anzeigt.

Besucherzahl richtet sich nach Spinden

Hintergrund

Bis Sonntag wird getestet, wie die Maßnahmen beachtet werden. Sobald Erfahrungen vorliegen, könnte es schrittweise Ausweitungen der Besucherzahlen geben. Die Beschränkung auf zunächst 50 Personen ist nötig, um Abstände zwischen den Besuchern zu ermöglichen. Im Kassenbereich und im geschlossenen Gebäude gilt zudem Maskenpflicht, nur zwei Personen dürfen gleichzeitig duschen. Auch das muss innerhalb der zwei Stunden geschehen. Die jeweiligen Zeitfenster sind montags bis samstags von 6 bis 8 Uhr, 8 bis 10 Uhr, von 10 bis 12 und 12 bis 14 Uhr,14 bis 16 Uhr, 16 bis 18 Uhr und 18 bis 20 Uhr. An Sonn- und Feiertagen startet der Betrieb erst ab 8 Uhr.

Die Anzahl von 50 Personen richte sich nach der Menge verfügbarer Spinde. „Mit vorgeschriebenem Abstand sind davon 50 Stück zu benutzen“, erläutert Kampeter. „Wir müssen sehen, wie es anläuft“, sagt Sigrid Strüber vom Förderverein Freibad Rheda, von dem jeweils ein Mitglied während der ersten Tage vor Ort sein wird.

Zugänglich bleibt der Nichtschwimmerbereich. Mit Abstand darf dort auch gespielt werden, lediglich die Rutsche bleibt vorerst jedoch gesperrt. Mit gleichen Einschränkungen startet heute der Betrieb in Wiedenbrück. „Obwohl das Bad dort etwas größer ist, wollen wir die Regeln einheitlich halten“, berichtet der Verantwortliche für den Bäderbereich.

Einlasszahlen können erhöht werden

Die Maßnahmen seien aber nicht in Stein gemeißelt, sagt Kampeter. „Es kommt auf die Gäste an, wir setzen auf Eigenverantwortung“, ergänzt er. Wenn der Betrieb gut laufe, könnten die Einlasszahlen erhöht und weitere Bereiche freigegeben werden. Für Vereine geht es noch nicht weiter, das Becken soll zunächst der Allgemeinheit dienen.

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