100 Feuerwehrleute bei Brand am Recyclinghof
Foto: Eickhoff
Bei dem Brand am Rietberger Recyclinghof waren Löschzüge aus Rietberg, Mastholte und Neuenkirchen im Einsatz.
Foto: Eickhoff

 „Als wir von der Mastholter Straße auf die B64 abbogen, haben wir die Flammen in den nächtlichen Himmel schlagen sehen“, berichtete der stellvertretende Stadtbrandinspektor Christian Niermann. Auf dem Betriebsgelände standen nach Niermanns Angaben auf einer Fläche von etwa 200 Quadratmetern Mischmüll, Holz und Kunststoffe in Flammen. Das Dach, das die Wertstoffe vor Umwelteinflüssen schützen soll, brannte an einigen Stellen durch.

Löschzüge aus Rietberg, Mastholte und Neuenkirchen im Einsatz

Aufgrund des großen Brandpotentials der Stoffe wurde gleich großzügig nachalarmiert, berichtete Niermann weiter. So kamen neben den Löschzügen Rietberg und Mastholte auch der Löschzug Neuenkirchen zum Einsatz, ferner die Kameraden aus Delbrück mit dem Wassertransportzug. Auch vom Kreis Gütersloh wurde der Abrollbehälter Wasser an die Einsatzstelle entsandt, ferner der Abrollbehälter Atemschutz. Vor dem Firmengelände wurde ein Unterflurhydrant für die Wasserversorgung angezapft, ferner wurde Wasser aus der 680 Meter entfernten Ems über eine B-Leitung an die Einsatzstelle gepumpt. So stand den Feuerwehrleuten eine leistungsstarke Wasserversorgung zur Verfügung.

Unterstand komplett zerstört

Ein remiseartiger Unterstand wurde bei dem Brand komplett zerstört.
Trotz aller Bemühungen wurde der remiseartige Unterstand bei dem Brand komplett zerstört. Einige Angriffstrupps, die dem Brandrauch ausgesetzt waren, rüsteten sich mit Atemschutzgeräten aus, um sich vor dem giftigen Qualm zu schützen. So hatten die Feuerwehrleute den Brand nach rund 45 Minuten unter Kontrolle, nach eineinhalb Stunden konnten die ersten Kräfte aus Delbrück und Neuenkirchen den Einsatzort verlassen und einrücken. Unter Leitung von Stadtbrandinspektor Matthias Setter wurden letzte Brandnester gelöscht, mit Hilfe schwerer Geräte wurde der Abfall auseinandergefahren und intensiv abgelöscht. So wurden auch letzte Glutbester gelöscht.

Recyclinghof Samstag geschlossen

Für die Dauer der Löscharbeiten musste die Delbrücker Straße zwischen dem Höppeweg und der B 64 für etwa zwei Stunden komplett gesperrt werden. Noch während der Löscharbeiten nahmen Beamte der Kriminalpolizei ihre Ermittlungen auf und beschlagnahmten den Brandort. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Nach ersten Schätzungen entstand ein Schaden von mehreren zehntausend Euro. Aufgrund des Brandes bleibt der Recyclinghof am Samstag geschlossen.

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