Brand bei Firma in Varensell
Bild: Eickhoff
Bei der Hubert Altehülshorst GmbH im Rietberger Ortsteil Varensell hat es gebrannt. Anwohner wurden gebeten, Fenster und Türen zu schließen.
Bild: Eickhoff

„Ein Außenangriff war zunächst nicht möglich aufgrund der hohen Temperaturen von über 800 Grad in dem Brandherd, berichtete Feuerwehr-Pressesprecher Oliver Eichstädt am Abend. Zunächst sei von den Drehleitern aus Rietberg, Verl und Gütersloh (Miele) sowie über drei Wasserwerfer der Brand von außen bekämpft worden. Ferner wurde das Wasser aus zehn C-Rohren zur Brandbekämpfung genutzt.

Einsatz in fünf Abschnitte unterteilt

Den Feuerwehrleuten war es Dank des baulichen Brandschutzes und des großes Engagements bei den hochsommerlichen Temperaturen gelungen, die Flammen in der betroffenen Halle zu halten und ein Übergreifen auf das direkt angrenzende Lager zu verhindern. Stadtbrandinspektor Matthias Setter hatte den Einsatz in fünf Abschnitte unterteilt, drei dienten der Brandbekämpfung (Vorne, Hinten, Innenhof), einer der Wasserversorgung und einer für Messaufgaben. Erst nach Einbruch der Dunkelheit waren die Flammen so weit unter Kontrolle, dass die ersten Kräfte wieder einrücken konnten. Nachdem zunächst Polizeibeamte die Hauptstraße gesperrt hatten, rückte zu später Stunde der Bauhof aus und stellte Schilder auf.

Saure und basische Flüssigkeiten müssen aufgesaugt werden

Das Energieversorgungsunternehmen musste die Gaszufuhr zu dem Unternehmen unterbrechen, weil der Verteiler zu nah an dem betroffenen Gebäude lag, musste aber von der Hauptstraße erst die Leitung freigelegt werden. Das Deutsche Rote Kreuz rückte mit der Betreuungsgruppe aus Mastholte an, den Feuerwehrleuten wurden nicht nur Getränke sondern auch Nudeln gereicht. Als die Feuerwehrleute langsam ihre Schläuche wieder zusammenrollten, rückte der Abfallspezialist Zimmermann aus Gütersloh an. Nicht nur die sauren und basischen Flüssigkeiten zur Metallbehandlung mussten aufgesaugt werden, auch die großen mengen Löschwasser.

Dazu war man mit drei, rund 20.000 Liter fassenden Pump-/ Saugwagen angerückt, ferner mit fünf Lagertanks, die jeweils ein Fassungsvermögen von 70 Kubikmetern haben. „Die chemischen Substanzen drohten in das öffentliche Trinkwasser zu gelangen, das konnten wir aber gerade noch verhindern“, berichtete Projektmanager Leon Göritz über die erfolgreiche Arbeit seiner sechs Kollegen. Sowohl aus der Kanalisation, als auch aus einem Graben neben der Hauptstraße und aus den Räumen des Galvanikbetriebes wurden die giftigen Flüssigkeiten abgesaugt. Die einzelnen Substanzen werden nun chemisch und physikalisch in einer Spezialanlage von dem Unternehmen getrennt, dass Wasser wird anschließend über die Kläranlage wieder in die Umwelt abgegeben.

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