Verl will Menschen aus Moria aufnehmen
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Nach dem Brand im Flüchtlingscamp leben die Menschen vielfach direkt am Straßenrand.
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In einem Schreiben an Merkel und Seehofer sowie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Landesminister Joachim Stamp hatte die Verwaltungsspitze nach eigenen Angaben bereits in der vergangenen Woche die Bereitschaft der Stadt erklärt, Menschen aus dem von einem Feuer zerstörten Flüchtlingslager Moria in Verl unterzubringen.

„Ein weiteres Warten (...) ist für unsere Gesellschaft nicht mehr verantwortbar“

Da sich die Aufnahme durch die Bundesrepublik zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzeichnete, verbanden Esken und Schönauer ihr Schreiben mit einem dringenden Appell an die Bundesregierung, ein deutliches Signal für eine schnelle humanitäre Hilfe zu setzen. „Ein weiteres Warten auf eine gesamteuropäische Lösung ist für unsere Gesellschaft nicht mehr verantwortbar“, heißt es in dem Schreiben. 

Europaweit, aber ganz besonders in Deutschland seien viele Kommunen bereit, die Menschen aus dem Lager an den europäischen Außengrenzen aufzunehmen. „Dies muss uns Kommunen und damit auch der Stadt Verl umgehend ermöglicht werden.“

Bereitschaft schon vor Monaten erklärt

Schon vor Monaten habe die Stadt ihre Bereitschaft erklärt, Jugendliche und Kinder aus den Flüchtlingslagern aufzunehmen. „Wir sind sehr betroffen darüber, dass es der Weltgemeinschaft und der Europäischen Union trotz vielfacher Vorzeichen nicht gelungen ist, diese Eskalation in Moria zu verhindern“, schreiben Bürgermeister und Erster Beigeordneter. 

Die Stadt Verl mit Rat, Verwaltung und einer sozial engagierten Bürgerschaft wolle mit der Aufnahme von geflüchteten Menschen einen humanitären Beitrag leisten.

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