Impfzentrum ab 15. Dezember einsatzbereit
Foto: Christoph Schmidt/dpa
Das Impfzentrum im Kreis Warendorf soll ab dem 15. Dezember einsatzbereit sein.
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Das Projekt habe derzeit höchste Priorität. Es seien noch viele Fragen zu klären, beispielsweise bei der Reihenfolge der Impfungen. An erster Stelle ständen dort Ältere und Kranke. Sozialdezernentin Brigitte Klausmeier: „Was ist älter?“ Fraglich sei auch, wieviel Impfstoff im Kreis Warendorf in der ersten Marge ankomme – und welche Apotheken den Stoff aufarbeiteten, um ihn zu verabreichen. Der zunächst angebotene Stoff sei nur sechs Stunden bei Zimmertemperatur haltbar.

Geöffnet sein werde das Zentrum täglich von 8 bis 20 Uhr. Geimpft wird nur nach Anmeldung. Die Vorgaben seien 20 Impfungen pro Stunde an einer Impfstraße, erläuterte die künftige Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Anna Arizzi Rusche. Das neue Zentrum wird über zwei Impfstraßen verfügen, sodass täglich 480 Menschen behandelt werden könnten.

„Ich habe der Kassenärztlichen Vereinigung als Betreiber des Zentrums die Einrichtung eines Callcenters empfohlen. Denn wenn der erste Minister sich die Spritze setzen lässt, greifen tausende von Menschen zum Telefon“, prognostizierte Landrat Dr. Gericke. Mit der Freigabe weiterer Medikamente könnte sich die Situation entzerren. Diese Impfstoffe seien auch bei Zimmertemperatur länger zu lagern – beispielsweise in Arztpraxen. Dort würden dann die Hausärzte die Impfungen übernehmen können, was das Verfahren erheblich beschleunigen würde. Derzeit wird mit der Impfung der allgemeinen Bevölkerung erst Mitte 2021 gerechnet.

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