Landrat: Einschnitte sind bitter, aber notwendig
Besuchten die Soldatinnen und Soldaten bei der Kontaktpersonennachverfolgung: Ralf Holtstiege (stv. Krisenstabsleiter), Petra Schreier (Krisenstabsleiterin) und Landrat Dr. Olaf Gericke (v. l.). 

„Wir müssen das Ausbruchsgeschehen in den Griff bekommen, um die Gesundheit unserer Mitmenschen zu schützen und die Funktionsfähigkeit unseres gesamten Gesundheitssystems zu erhalten.“

Es besteht Maskenpflicht

In der Öffentlichkeit dürfen ab Montag nur noch Personen aus zwei Haushalten, höchstens jedoch zehn Personen, zusammenkommen. Außerdem besteht eine Maskenpflicht nicht nur in geschlossenen Räumen, sondern auch unter freiem Himmel, wenn dort die Einhaltung des Mindestabstands nicht sichergestellt werden kann.

Insbesondere die Gastronomie-, Tourismus- und Freizeitbranche ist von den neuen Corona-Regeln betroffen. „Viele Gastronomen und Hoteliers im Kreis haben große Anstrengungen unternommen, um den Hygieneanforderungen gerecht zu werden. Daher habe ich - im Übrigen auch alle Bürgermeister im Kreis - Verständnis, dass es auch kritische Stimmen zu den neuen Vorgaben gibt.“ Schließlich gehe es für viele Unternehmer erneut ums Überleben.

Verstärkt Essen zum Mitnehmen bestellen

Um die Gastronomie vor Ort zu unterstützen, könnten die Bürgerinnen und Bürger in den kommenden vier Wochen verstärkt Essen zum Mitnehmen bestellen oder Gutscheine für Dienstleistungen kaufen, so der Landrat weiter.

Einsatz der Bundeswehr wurde verlängert

Währenddessen stockt die Kreisverwaltung weiter Personal im Gesundheitsamt auf - auch mit Hilfe der Bundeswehr. Insgesamt 18 Soldatinnen und Soldaten unterstützen das Amt jetzt in der Kontaktpersonennachverfolgung und bei der Abstrichnahme in mobilen Teams. Zudem wurde ihr Einsatz um vier Wochen verlängert.

Studenten im Einsatz an Hotline

Für die Hotline stellt die Kreisverwaltung 16 Studenten zeitlich befristet ein. „Wir haben auf unsere Ausschreibung über 90 Bewerbungen erhalten, außerdem gibt es weitere Unterstützungsangebote aus der Bevölkerung und von der Sparkasse Münsterland Ost. Darüber freuen wir uns sehr“, so Krisenstabsleiterin Petra Schreier. Aus dem Bewerberpool soll auch die Kontaktpersonennachverfolgung verstärkt werden. „Bei derzeit über 2300 Personen in Quarantäne können wir die Unterstützung gut gebrauchen.“

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