Lockdown für WAF läuft aus, für GT verlängert
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Pressekonferenz in Düsseldorf (v.l.)  Sven-Georg Adenauer (CDU, l), Landrat des Kreises Gütersloh, Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Olaf Gericke (CDU), Landrat des Kreises Warendorf, sind zuversichtlich. Der Lockdown für den Kreis Warendorf läuft am Dienstag aus, für den Kreis Gütersloh ist er um eine Woche verlängert. 
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Das hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gestern in Düsseldorf mitgeteilt. Dass die Maßnahmen wie verschärfte Kontaktregeln und ein Hallensport-Verbot nur im Kreis Gütersloh verlängert werden, begründete Laschet mit dem im Vergleich zum Nachbarkreis deutlich höheren Sieben-Tage-Wert bei den Neuinfizierten je 100.000 Einwohner – er liegt, mit fallender Tendenz, bei 112,6 gegenüber 22.

Ohne Tönnies-Mitarbeiter unter kritischer Marke

Würden die Tönnies-Mitarbeiter und ihre Familienangehörigen herausgerechnet, liege die Kennziffer bei 22,5 (Kreis Gütersloh) beziehungsweise 5,4 (Kreis Warendorf) – und damit jeweils deutlich unter der Marke von 50, ab der besondere Maßnahmen ergriffen werden sollen.

„Das zeigt, dass das Infektionsgeschehen örtlich begrenzbar ist und ein Überspringen des Virus von Tönnies-Mitarbeitern auf die übrige Bevölkerung vermieden wurde“, sagte Laschet. „Die Ergebnisse stimmen zuversichtlich.“ Im Kreis Gütersloh wolle man dennoch vorsichtig sein und weitere Testergebnisse abwarten, bevor der Lockdown auch dort beendet wird.

Größte Testaktion Deutschlands

Die im Rahmen des Corona-Ausbruchs bei Tönnies gestartete Testaktion mit bislang 28.000 Tests im Kreis Gütersloh und 10.000 im Nachbarkreis bezeichnete Laschet als „größte in Deutschland“.

Der Gütersloher Landrat Sven Georg Adenauer (CDU) nannte die Lockdown-Verlängerung „maßvoll und unausweichlich“. Der Trend mache jedoch Mut.

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