Ohne Impfung kommen Kinder nicht in Kita
Kinder müssen ab dem 1. März über einen entsprechenden Schutz gegen eine Maserninfektion verfügen. Ansonsten dürfen sie keine Kita besuchen.

 Auch bei der Betreuung durch eine Kindertagespflegeperson muss ein Nachweis über die Masernimpfung erfolgen. Einen Maserschutz nachweisen müssen auch Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen oder medizinischen Einrichtungen tätig sind wie Erzieher, Lehrer, Tagespflegepersonen und medizinisches Personal – soweit die Personen nach 1970 (ab 1. Januar 1971) geboren sind. Auch Asylbewerber und Flüchtlinge müssen den Impfschutz vier Wochen nach Aufnahme in eine Gemeinschaftsunterkunft aufweisen.

Impfausweis

Der Nachweis kann durch den Impfausweis, das gelbe Kinderuntersuchungsheft oder – insbesondere bei bereits früher durchgemachter Krankheit – durch ein ärztliches Attest erbracht werden. Besteht eine medizinische Kontraindikation, so kann durch Vorlage eines ärztlichen Attests die Befreiung von der Impfpflicht erteilt werden. Der Nachweis ist in der Regel gegenüber der Leitung der Einrichtung vor Beginn der Betreuung zu erbringen. Kinder, die schon vor dem 1. März im Kindergarten, in der Schule oder in anderen Gemeinschaftseinrichtungen betreut werden, müssen den Nachweis bis zum 31. Juli 2021 erbringen. Ebenfalls möglich ist die Bestätigung einer zuvor besuchten Einrichtung, dass ein entsprechender Nachweis bereits dort vorgelegen hat.

Geldbuße

Den Nachweis muss ebenfalls das Personal in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen, beispielsweise in Krankenhäusern oder Arztpraxen, erbringen. In vielen medizinischen Einrichtungen ist das bereits gelebte Praxis. Auch dort muss das Personal die Impfung nachweisen oder die Krankheit bereits durchlitten haben und damit immun sein. Eltern, die ihre in Gemeinschaftseinrichtungen betreuten Kinder nicht impfen lassen, müssen mit einer Geldbuße in Höhe von bis zu 2500 Euro rechnen. Die Geldbuße kann auch gegen die Leitungen von Kindertagesstätten verhängt werden, die nicht geimpfte Kinder aufnehmen. Ein Bußgeld kommt auch in Betracht gegen nicht geimpftes Personal in Gemeinschaftseinrichtungen, Gesundheitseinrichtungen und Asylbewerberunterkünften und gegen nicht geimpfte Bewohner solcher Unterkünfte. Nichtgeimpfte Kinder, das bestätigte der Pressesprecher des Kreises Warendorf, Thomas Fromme, werden vom Besuch des Kindergartens ausgeschlossen.

Tätigkeit untersagt

Nichtgeimpftes Personal darf in Gemeinschafts- oder Gesundheitseinrichtungen keine Tätigkeiten aufnehmen. Kinder, die unter zwei Jahre alt sind, müssen mindestens eine Masernschutzimpfung (oder eine Immunität gegen Masern) nachweisen und können dann aufgenommen werden. Kinder unter einem Jahr können ohne Nachweis aufgenommen werden. Bei Personen ohne Maserschutz, die bereits in den betroffenen Einrichtungen betreut werden oder tätig sind, und bei Personen in Kinderheimen und Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber und Flüchtlinge muss das Gesundheitsamt informiert werden. Das entscheidet im Einzelfall, ob Tätigkeits- oder Betretungsverbote ausgesprochen werden. Fragen dazu beantwortet das Gesundheitsamt unter Telefon 02581/ 535320 oder 535360.

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