Stallpflicht für Geflügel aufgehoben
Schluss mit der Stallpflicht. Nachdem das Geflügelpest-Risiko zurückgegangen ist, hat das Kreisveterinäramt die Verordnung aufgehoben. Für Freilandhühner ist das Halten im Stall auf Dauer problematisch.
Die Geflügelhalter sind jedoch weiterhin verpflichtet, die strikten Biosicherheitsmaßnahmen wie Desinfektions- und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Nachdem in NRW seit dem 24. Februar kein neuer Fall von Geflügelpest bei Wildvögeln mehr festgestellt wurde und seit dem 15. Februar kein neuer Ausbruch in Nutzgeflügelbeständen zu verzeichnen war, hatte das NRW-Umweltministerium am Donnerstag die landesweiten Vorgaben zur Aufstallung von Geflügel aufgehoben. Das Einschleppungs- und Verbreitungsrisiko sinke außerdem, weil die Wildvogelpopulation abwandere. So hätten die Vogelschutzexperten beobachtet, dass die Wildgänse die Rastplätze verließen. „Den betroffenen Landwirten und Tierhaltern danke ich für das umsichtige Einhalten der Aufstallungspflicht, ihre Kooperationsbereitschaft sowie für ihr Verständnis für die erforderlichen langfristigen Einschränkungen“, so Kreis-Ordnungsdezernentin Petra Schreier. Es sei vor allem auch eine Frage des Tierschutzes, die Stallpflicht zurückzunehmen. „Für Freilandhühner, aber auch für Wasservögel wie Enten und Gänse, ist das Halten im Stall auf Dauer problematisch“, betont Dr. Andreas Witte, Leiter des Kreisveterinäramts. Seit dem 21. November bestand für die Geflügelhalter in Oelde, Ostbevern, Sassenberg, Telgte, Wadersloh und Warendorf aufgrund der dort erhöhten Geflügeldichte die Aufstallungspflicht.

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