Start frei für die Rosenmontagszüge
Pünktlich um 11.11 Uhr hat sich der Rosenmontagszug in Beckum in Bewegung gesetzt.

Tausende Zuschauer standen Spalier. Die Hoffnung der Narren auf besseres Wetter als am Wochenende erfüllte sich. Am Sonntag hatten Sturmböen zur Absage vieler Karnevalsumzüge geführt - darunter auch in Everswinkel, Harsewinkel und Werl. Doch ebenso wie die heimischen konnten die großen Rosenmontagszüge in Köln und Düsseldorf starten. Der Wind flaute am Montagmorgen deutlich ab.

Früh unterwegs: Die Narren in Füchtorf

Füchtorf: Der frühe Karnevalist fängt die Kamelle: Bereits um 9.33 Uhr ist Füchtorfs kleiner, aber feiner Umzug vom Tie zur Grundschule gezogen, um mit den jüngsten Jecken zu feiern. Von der Schule ging es zurück in den Ortskern, wo Jung und Alt gemeinsam tanzten, klatschten und sangen.

Alte Beckumer Stadtwache beim Rosenmontagsumzug

Beckum: Ein Ausrufezeichen hat der Beckumer Rosenmontagszug gesetzt. Mit kreativen Kostümen und aufwändig geschmückten Wagen beeindruckten die Narren die zahlreichen Zuschauer am Wegesrand. Dabei griffen die Gruppen immer wieder kommunalpolitische und aktuelle Themen auf – von der Blauen Lagune über den Klimawandel bis hin zum Containering. Fest steht: Der Klimaschutz hat Beckums Karneval erreicht. Beim Umzug gab es reichlich Anspielungen, Kommentare und gute Ratschläge zum Thema zu entdecken.

Die Kapellen und Musikzüge heizten die Stimmung an. 40 Wagen, 40 Fußgruppen, 16 Kapellen und 2350 Karnevalisten gaben ein imposantes Bild ab. Der närrische Lindwurm legte eine Strecke von 10,5 Kilometer zurück.

Fantasievoll kostümierte Jecken beim Umzug in Rheda-Wiedenbrück

Rheda-Wiedenbrück: Von der Ringstraße setzte sich der Zug um 13 Uhr in Bewegung. Er durchquerte die Innenstadt von Rheda, um dann seinen Weg über die Hauptstraße nach Wiedenbrück fortzusetzen. 42 Gruppen und Wagen waren unterwegs. Bereits vor dem Start wurden die beiden Familienzonen gut genutzt. Nach dem Umzug lockte im Festzelt „Auf der Schanze“ eine Party unter dem Motto „Einfach Karneval“.

Der Warendorfer Zug auf dem Marktplatz der Kreisstadt

Warendorf : In der Kreisstadt startete der Zug um 13.11 Uhr. Er stand in diesem Jahr unter dem Motto „Mit Jubel, Trubel, Heiterkeit durch die fünfte Jahreszeit“. Laut Veranstalter, dem Bürgerausschuss Warendorfer Karneval, gab es 99 Zugnummern, eine bunte Mischung aus Mottowagen, Fußgruppen und Musikkapellen.

Die Teilnehmer kamen nicht nur aus Warendorf, sondern aus dem weiten Umkreis. Spontan hatten sich sogar Aktive des Everswinkeler Umzugs angekündigt, der am Sonntag wegen des Wetters abgesagt worden war. Am Ende des Zugs reihte sich Warendorfs Prinz Frank I. (Hülsbusch) ein. „Das Sangesoriginal vom Josephs-Hospital“ fuhr auf einem neu gebauten Prinzenwagen der Warendorfer Karnevalsgesellschaft mit.

Der Zug war 1,5 Kilometer lang und schlängelte sich über 5 Kilometer durch die Warendorfer Altstadt. Mit bis zu 25.000 Zuschauern ist der Warendorfer Zug ein Anziehungsmagnet für Besucher aus Nah und Fern.

Mit Herz bei der Sache sind diese Damen in Ahlen

Ahlen: Nieselregen in Ahlen. Aber die Jecken ließen sich nicht beirren. Um 14.11 Uhr startete der Rosenmontagszug in #AHLEN. Bunte Karnevalsgefährte, ideenreiche Motto-Wagen, originelle und farbenfrohe Kostüme sowie jecke Musik: Der närrische Lindwurm, bestehend aus 39 Fußgruppen und Wagen, zog alle in den Bann. Bis 17 Uhr sind die Karnevalisten noch unterwegs. Dann endet der Zug auf dem Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz.

Diese Hähne samt Gefolge laufen in Liesborn frei herum

Liesborn: Der Liesborner Karnevalumzug ist pünktlich um 14.11 Uhr gestartet. Er ist der bislang größte der Dorfgeschichte. Das Wetter machte den Narren keinen Strich durch die Rechnung. Und falls es doch noch regnen sollte, gilt laut Werner Tyrell von den Rosenmontagsfreunden rund um die Abteikirche die Devise: „Wir sind doch nicht aus Zucker!“

Rietberg/Düsseldorf: In Rietberg machte sich der Kinderumzug bereits um 10.11 Uhr auf den Weg. „Die zweite Schicht des Rosenmontags“ folgte um 14.11 Uhr. Die großen Mottowagen der Vereine, Gruppen und Cliquen rolletn zusammen mit Musikgruppen und Fußtruppen durch Rietberg. Eines der Highlights ist das Prinzenpaar auf zwei großen Wagen. Nach dem Umzug wird in Kneipen, drei Zelten und bei einer Open Air Party vor dem Rathaus weiter gefeiert.  

André Kuper (CDU), prominenter Rietberger und NRW-Landtagspräsident, ist diesmal außerhalb seiner Heimatstadt karnevalistisch aktiv. Er nimmt auf dem Toleranzwagen am Rosenmontagszug in Düsseldorf teil. Dazu teilte er der „Glocke“ im Vorfeld mit: „Karneval ist Brauchtum, aus dem auch Heimat erwächst. Gerade mit Blick auf den Terror von Hanau stehen wir ein für Demokratie, Toleranz und Miteinander - egal welcher Herkunft und welchen Glaubens. Ich bin dankbar, auf dem Toleranzwagen im Düsseldorfer Zug mitfahren zu können.“

SOCIAL BOOKMARKS