Weniger Verletzte bei Verkehrsunfällen
Bild: Kraneburg
Wesentlich weniger Menschen sind im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen im Kreis Warendorf verletzt worden. Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik hervor, die am Dienstag Polizeidirektorin Andrea Mersch-Schneider und Landrat Dr. Olaf Gericke in Warendorf erläuterten.
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Zwar sei die Zahl der Unfälle mit 9187 etwas angestiegen, allerdings ist auch die Zahl der angemeldeten Fahrzeuge deutlich höher. 2019 waren 242 444 Kraftfahrzeuge zugelassen – 21 595 mehr als noch vor fünf Jahren. Die niedrigste Unfallhäufigkeitszahl wurde für Sassenberg festgestellt, die höchste in der Gemeinde Beelen. Das bedeutet nicht, dass Fahrten in Beelen besonders risikoreich sind. „Es ist ein statistischer Effekt, die Zahlen in der Vergangenheit waren sehr niedrig“, erläuterte Polizeidirektorin Andrea Mersch-Schneider. So habe es auch auf keiner speziellen Straße im Ort besonders viele Unfälle gegeben.

Vier tödliche Alleinunfälle

Bei den Unfällen mit tödlichem Ausgang handelte es sich zweimal um Fußgänger, dreimal um Radfahrer, einen Motorradfahrer und vier Kfz-Insassen. Viermal war es ein Alleinunfall. Zu acht der Todesfälle kam es außerhalb geschlossener Ortschaften. „In fast 60 Prozent der Unfälle gehört nicht angepasste Geschwindigkeit zu den Hauptursachen“, konnte die Polizeidirektorin feststellen. Als sehr erfreulich bezeichnete sie, dass die Zahl der Schwerverletzten deutlich zurückgegangen ist – um fast 69 auf 281. An fast 40 Prozent der Unfälle waren im vergangenen Jahr Radfahrer beteiligt. „Und immer noch zu oft wird kein Helm getragen“, wies Andrea Mersch-Schneider auf die fatalen Folgen für die Beteiligten hin.

Zu wenig Rücksichtnahme

Auch konnte sie feststellen, dass Verkehrsteilnehmer zu wenig Rücksicht aufeinander nehmen – gerade da, wo es eng wird. So lagen die kommunalen Unfallschwerpunkte in den vier großen Städten des Kreises: in Ahlen, Warendorf, Oelde und Beckum. 104 Kinder sind bei Unfällen im vergangenen verletzt worden. Erfreulich sei ein Rückgang der Schulwegunfälle von 37 Prozent, bemerkte die Polizeidirektorin, was sie auch auf die intensive Arbeit der Polizei bei der Schulwegsicherung zurückführte. Gesondert ausgewiesen sind Unfälle mit Pedelecfahrern: 107 gab es davon 2019 – 49 Mal handelte es sich bei den Fahrzeugführern um Senioren im Alter über 65 Jahre. Als Schwerpunkt ihrer Arbeit in diesem Jahr gab die Polizei die Kontrollen im Personen- und Güterverkehr an. Dort werde auch die Zusammenarbeit mit dem Gesundheits- und Veterinäramt verstärkt.

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