Ahnenforschung selbst betreiben
Bild: Niemeyer
Mit der Puppe „Jupp“ posierten (v. l.) Christoph Wessels (Fachbereich Schule, Kultur, Weiterbildung und Sport Ahlen), die städtische Denkmalbeauftragte Nicole Wittkemper-Peilert, Marc Senne (Jupp-Foto-Club) und Kreisarchivar Dr. Knut Langewand.
Bild: Niemeyer

Am Sonntag, 8. März 2020, wagt das Kreisarchiv sich anlässlich dieses bundesweiten Aktionstags erstmals aus Warendorf hinaus und kommt nach Ahlen in die Lohnhalle der Zeche Westfalen. Klar, was dann das Motto sein wird: „Wir stellen zur Bergbaugeschichte in Ahlen aus“, sagt Kreisarchivar Dr. Knut Langewand.

Pläne aus den 1910er-Jahren

Er kündigt technische Berichte, Karten und Pläne aus der Zeche an, die teilweise aus den 1910er-Jahren kommen. Das schöne daran: „Bei uns darf man die Dinge auch anfassen“, sagt Langewand, der von dem Vorurteil weg möchte, dass im Archiv nur mit weißen Handschuhen gearbeitet wird: „Das ist die Darstellung im Fernsehen.“

Viel mehr seien die Ahlener zum Selbst-Forschen eingeladen. Am PC könne vor Ort Ahnenforschung anhand von digitalisierten Geburten-, Heirats- und Sterberegistern betrieben werden. Außerdem stellen sich insgesamt 16 Institutionen und Vereine aus Ahlen in der Lohnhalle vor, die mit verschiedensten Angeboten den Tag auflockern.

„Ahlener Schätzchen“

Wer selber noch einen alten Brief oder ein historisches Foto zu Hause hat, der kann das mitbringen und vorlegen. Bei der Preisausschreibung „Ahlener Archivschätzchen“ wird das beste historische Papier bewertet. Für große Objekte ist außerdem ein zweiter Wettbewerb, das „Ahlener Geschichtsschätzchen“, ausgelobt.

Freundschaftspreis

Abseits davon gebe es viele kleine Schätze auf dem Bücherflohmarkt des Kreisarchivs zu entdecken. „Die geben wir zum Freundschaftspreis raus“, verspricht Langewand mit einem Augenzwinkern und fügt hinzu: „Kaffee und Kuchen runden das Angebot ab.“ Sein persönliches Ziel sei es, den Besucherrekord von 2016 zu knacken. Da kamen gut 700 Interessierte zum Tag der Archive.

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