Bisher keine Verstöße gegen Sperrstunde
Stadt Ahlen
Der Ordnungsdienst der Stadt hat seine Präsenz wieder verstärkt.
Stadt Ahlen

Auf der Corona-Landkarte des Kreises Warendorf sind jetzt auch Beckum (21 aktive Fälle) und Sendenhorst (7) rot eingefärbt. In beiden Städten liegt der Inzidenzwert knapp über der kritischen Grenze von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Der gesamte Kreis Warendorf gilt seit Samstag (0 Uhr) als Risikogebiet.

Die aktuelle Corona-Schutzverordnung des Landes NRW sieht jetzt unter anderem mögliche Ausnahmen von den strengeren Regeln für einzelne Orte vor, in denen es kein nennenswertes Infektionsgeschehen gibt. „Wir werden diese neue Möglichkeit genau prüfen und Anfang der Woche nach Rücksprache mit der Bezirksregierung und dem Landeszentrum für Gesundheit entscheiden, welche Orte im Kreisgebiet wir von den verschärften Vorschriften ausnehmen können“, erklärte Landrat Dr. Olaf Gericke in einer Pressemitteilung. „Die neue Regelung begrüße ich sehr – ich hätte sie mir schon viel früher gewünscht“, so Gericke mit Rückblick auf den Tönnies-Ausbruch im Juni, der nur einige Orte betraf und bekanntlich dennoch für den gesamten Kreis zum Lockdown führte.

Verschärfte Sonderregeln wie die Begrenzung der Teilnehmerzahl für private Feiern in öffentlichen Räumen auf zehn Personen gelten bereits seit Freitag in Ahlen. Rund 20 Feste, die beim städtischen Ordnungsamt für dieses Wochenende angemeldet worden waren, mussten kurzfristig abgeblasen werden. An die Betroffenen adressierte Fachbereichsleiterin Gabriele Hoffmann am Samstag über die Ahlen-App ein „herzliches Dankeschön“ für das Verständnis.

Hoffmann teilte mit, dass der Ordnungsdienst bei seinen ersten Streifengängen am Freitagabend keine Verstöße gegen die Sperrstunde für Gaststätten und das Alkoholverkaufsverbot ab 23 Uhr festgestellt habe. Auch die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes im öffentlichen Raum werde von den meisten Bürgern befolgt.

von Peter Harke

SOCIAL BOOKMARKS