Emil (2) - Eisbrecher und Seelentröster
Bilder: Detlef Peter Jotzeit
Emil ist der Liebling der Tagesgäste und des Personals in der Pflegeeinrichtung Mittrops Hof in Ahlen. Das Bild zeigt (v. l.) Claudia Rolf, Jaqueline Wedel, Anneliese Lange, Christina Everszumrode, Gertrud Thiel, Manuela Bücker, Ursula Ladwig, Ute Möllenhoff mit Stina, Petra Doliganski mit Percy, Silke Klose, Bianca Rolf mit Winni, Eva Marks und Jacqueline Böttger mit Balu.
Bilder: Detlef Peter Jotzeit

Der zweijährige Mischlingshund, den die Leiterin der Tageseinrichtung, Claudia Rolf, im Alter von neun Wochen bekommen hat, ist etwas ganz Besonderes. Als Therapiehund leistet Emil wertvolle Arbeit in der Einrichtung der Evangelischen Perthes-Stiftung. Die entsprechende Ausbildung hat er im Verein Hund und Kult Ahlen erhalten.

„Wir haben hier einmal einen älteren Herrn gehabt, der am ersten Tag sehr aufgeregt war“, schildert Claudia Rolf einen konkreten Fall. Die Verwandten seien davon ausgegangen, dass er es in der Einrichtung wahrscheinlich nicht lange aushalten werde. Er habe anfangs nicht essen und trinken wollen, sei sehr verschlossen gewesen. „Dann kam Emil, und für den Senior war die Welt in Ordnung“, berichtet sie. Und natürlich sei der ältere Herr am nächsten Tag gerne wiedergekommen.

Zutraulich und nicht aus der Ruhe zu bringen ist der Therapiehund Emil der Tagespflege Mittrops Hof in Ahlen. Selbst für eine Kletterpartie ist er zu haben. Das Bild zeigt (v. l.) Silke Klose, Vorsitzende des Vereins Hund und Kult Ahlen, Claudia Rolf, Leiterin der Tagespflege, und Hundetrainerin Eva Marks.
„Emil ist ein Eisbrecher“, stellt Annette Metz vom Verein Hund und Kult fest. Er verbreite stets gute Laune und sei ein echter Seelentröster, wenn den Tagesgästen mal etwas quer sitze oder sie einfach nur unruhig seien. „Sie streicheln den Hund und sind sofort entspannt“, sagt Claudia Rolf. Das schaffe eine gute Atmosphäre im Haus.

Darüber hinaus werde Emil für Spiele und Aktionen eingesetzt, berichtet sie vom Alltag ihres treuen Vierbeiners. Beliebt sei beispielsweise das Schnüffelspiel. Dabei müsse der Therapiehund ein Duftsäckchen finden, das vorher versteckt worden sei. „Für unsere Gäste ist die Suche richtig spannend“, sagt sie. Alle fieberten mit, wenn Emil loslege.

Nicht müde werde ihr Hund auch beim Ballspielen. „Die Senioren werfen einen Ball, und er holt ihn zurück – auch 100 Mal.“

Was Emil so alles kann, wird er im Rahmen des Sommerfests am Freitag, 25. August, in der Tagespflegeeinrichtung zeigen. Zusammen mit drei anderen Artgenossen (Winni, Percy und Stina) wird er kleine Kunststücke zeigen und die Besucher erfreuen. „Lustig wird es werden“, verspricht die Vorsitzende von Hund und Kult, Silke Klose, und Trainerin Eva Marks pflichtet ihr bei.

Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr, der Auftritt des Hundequartetts ist gegen 15 Uhr geplant. Daneben tritt die Tanzgruppe vom DJK Vorwärts auf.

Gründliche Ausbildung wichtig

Der Einsatz eines Therapiehunds ist nicht neu in der Tagespflegeeinrichtung Mittrops Hof. Schon vor Emil hat ein ausgebildeter Vierbeiner regelmäßig das Haus besucht. „Wir haben damit gute Erfahrung gemacht“, sagt Claudia Rolf. Aber das erste Tier sei nur auf Anfrage und stundenweise vor Ort gewesen. Als sie sich vor etwas mehr als zwei Jahren selbst einen Hund zugelegt habe, sei die Idee entstanden, nun Emil einzusetzen.

„Bestärkt hat mich die Vorsitzende vom Verein Hund und Kult“, sagt die Leiterin der Tagespflege. Zumal Silke Klose ihr noch eine entsprechende Ausbildung des Hundes angeboten habe. „Sonst wäre das nicht möglich gewesen“, sagt sie.

Ausführlicher Bericht in der „AT“-Ausgabe vom 12. August.

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