Ungewöhnliche Harfe verzaubert Senioren
Bild: Voss-Loermann
Zur Übergabe der Veeh-Harfe an das Elisabeth-Tombrock-Haus waren neben vielen Bewohnern gekommen: (vorne v. l.) Lieselotte Fiedler, Angelika Georges und Ulrike Bultmann sowie (hinten v. l.) Anne Troester, Pfarrer em. Heinz Aden und Brigitte Malek.
Bild: Voss-Loermann

Und um allen zu zeigen, wie eine solche Veeh-Harfe funktioniert, haben Angelika Georges, Musikpädagogin für ältere Menschen, und Alltagsbegleiterin Ulrike Bultmann mit dem Geschenk sowie mit einer Zauberharfe eine erste kleine Kostprobe ihres Könnens gegeben, bevor Bewohnerin Lieselotte Fiedler, die früher selbst Künstlerin gewesen ist, ihre ersten Töne auf der Veeh-Harfe zu Gehör brachte.

Das neue Instrument soll im Rahmen von musikalischen Einzelbegleitungen durch die Musikgeragogin eingesetzt werden. Außerdem hat diese bereits weitere Kolleginnen für den Einsatz am neuen Instrument geschult, sodass nun auch Alltagsbegleiterinnen das Zupfinstrument in ihre Kleingruppenangebote aufnehmen können. Aufgrund der einfachen Handhabung ist die Veeh-Harfe auch von demenziell Erkrankten spielbar.

Die Veeh-Harfe setze neue Akzente in der Hausmusik, was den Bewohnern des Elisabeth-Tombrock-Hauses zugute komme. Deshalb sagte Einrichtungsleiterin Anne Troester dem Förderverein Diakonie und seinen Vertretern Dank für das Geschenk. Denn eine Veeh-Harfe sei mit einem Preis von etwa 1000 Euro ansonsten für das Haus unerschwinglich gewesen.

Benannt ist das Instrument übrigens nicht nach einem Märchenwesen, sondern nach seinem Erfinder, dem Landwirt Hermann Veeh, der für seinen Sohn einst ein einfach zu erlernendes Instrument gesucht hatte. Der Junge war mit dem Down-Syndrom zur Welt gekommen und außergewöhnlich musikalisch. In Anlehnung an alte Zupfinstrumente mit Notenschablonen experimentierte Hermann Veeh in einer mehrjährigen Test- und Bauphase an einem völlig neuen Instrument.

Ausführlicher Bericht in der „AT“-Ausgabe am 20. Mai.

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