Fahrzeuge und Löschteiche sind Lösung
Bild: Krogmeier
Am Löschteich in der Bauerschaft Dalmer: (v. l.) Andre Walpurgius, Heiko Böcking, Andreas Hagemann, Patrick Ahlers, Ingo Beelmann und Marcus Scheele erläutern die Wasserentnahme.
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Gelöst werden damit die gerade im ländlichen Bereich der Püttstadt in einem Ernstfall beim Zugriff auf Löschwasser bestehenden Probleme.

Die flächendeckende Löschwasserversorgung im gesamten Stadtgebiet muss sichergestellt und möglichst optimiert werden. An diesem Ziel arbeiten Kommunalpolitik und Stadtverwaltung im Gleichschritt. Das wurde am Dienstagabend auch während der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses deutlich. Nachdem Marcus Scheele (Leiter der Feuerwehr) und sein Stellvertreter Heiko Böcking das erarbeitete Konzept vorgestellt hatten, gab’s ein einstimmiges Votum für diese Empfehlungen der Verwaltung.

Wie soll die angestrebte Lösung nun aussehen? Hier sollen zwei Wege parallel beschritten werden. Zum einen werden zu den elf bereits vorhandenen Löschteichen zwei weitere hinzukommen. Sowohl in der Bauerschaft Unterberg I als auch in Hesseler in Vellern stehen solche Teiche zur Verfügung, die man nutzen kann. Dazu müssen diese Teiche ertüchtigt und an die heutigen Anforderungen angepasst werden. Das ist in beiden Fällen möglich. Dabei würden Kosten in Höhe von rund 59 000 Euro anfallen, die von der Stadt zu tragen sind. Folgekosten für die jährliche Unterhaltung schlagen für beide Teiche mit zusätzlich 1400 Euro zu Buche.

Zum anderen ist geplant, die nicht durch Löschwasserteiche versorgten Betriebe im Außenbereich durch Fahrzeuge und Einsatzkräfte der Feuerwehr mit Wasser zu versorgen. Um diese Ziele umsetzen zu können, reiche die derzeitige Fahrzeugstärke der Wehr allerdings nicht aus, führte Scheele aus. Eine Lösung wäre hier der Kauf von zwei gebrauchten Großtanklöschfahrzeugen mit einer Kapazität von jeweils etwa 12 000 Litern. Nach dem Vorschlag der Feuerwehr sollten diese Fahrzeuge bereits im Jahr 2018 angeschafft werden. Kosten für die Beschaffung: jeweils rund 180 000 Euro.

Dadurch würde zugleich ein am Standort Vellern vorhandenes Löschfahrzeug nicht mehr wie vorgesehen im Jahr 2019 für 306 000 Euro ersetzt werden müssen. „Die Aufstockung des Fuhrparks beschränkt sich somit auf ein zusätzliches Fahrzeug am Standort Beckum“, führte der Feuerwehr-Chef aus.

Lücken werden geschlossen

Städte und Gemeinden haben rechtlich die Pflicht, die erforderliche Löschwasserversorgung und die damit verbundene Leistungsfähigkeit der Feuerwehr mit Blick auf die Wasserförderung sicherzustellen. Heiko Böcking stellte am Dienstag zunächst diese rechtlichen Rahmenbedingungen vor. Hier sei auch ein Rechtsgutachten über die Verhältnisse im Außenbereich der Stadt erstellt worden. Dies besage zwar, dass im Netz einzelne nicht versorgte Flächen bleiben dürften, in diesen Fällen müssten jedoch die Anlieger das Löschwasser bevorraten.

Zurzeit bestehen speziell in Vellern und Unterberg diese sogenannten weißen Flächen. „In diese Bereiche fallen 52 Betriebe“ ging Markus Scheele auf die Ist-Situation ein. Wie diese bestehenden Lücken geschlossen werden könnten, darüber gab er Informationen und stellte verschiedene ausgearbeitete Modelle vor.

Bei der am Ende beschlossenen Lösung werden die bestehenden Lücken zu 100 Prozent geschlossen, den Anliegern müssen somit keine Auflagen wie zum Beispiel der Bau von eigenen Löschteichen bei vorgesehenen Baumaßnahmen gemacht werden. „Damit werden künftig in Beckum alle Bürger gleich behandelt“, führte Marcus Scheele weiter aus.

Zudem können die beiden neuen Fahrzeuge bei Einsätzen nach Hochwasser, auf der Autobahn oder im Gleisbereich der Bahn sowie in Waldgebieten eingesetzt werden, führte Scheele aus.

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