Feuer frisst sich durch Raupe Nimmersatt
Bild: Fernkorn
Das Ausmaß des Brandes zeigt dieses Bild. Die Papierblumen des Wagens sind ein Opfer der Flammen geworden. Das Feuer unter der Remise an der Neubeckumer Straße in Beckum breitete sich glücklicherweise nicht aus.
Bild: Fernkorn
Ein Feuerwehrmann, der zugleich Mitglied in der KG ist, rief Paul Kleinerüschkamp an. Gegen 21.10 Uhr war die Feuerwehr zu einem Betriebsgelände an der Neubeckumer Straße in Beckum gefahren, um den brennenden Karnevalswagen zu löschen. Brisant dabei: Laut Polizeiangaben sahen Feuerwehrleute bei ihrem Eintreffen einen Fahrradfahrer, der von dem Gelände in Richtung Neubeckumer Straße fuhr. Ob es sich tatsächlich um Brandstiftung handelt, müssen die Ermittlungen zeigen. Die Pressestelle der Kreispolizeibehörde hielt sich gestern Nachmittag auf „Glocke“-Anfrage bedeckt: Es gebe derzeit weder Hinweise auf einen technischen Defekt noch auf Brandstiftung. Auch zur Höhe des Sachschadens konnte sich die Behörde nicht äußern.
Paul Kleinerüschkamp zeigte sich am Montag erleichtert, dass es nicht zu einem noch größeren Schaden gekommen ist. Schließlich hätte das Feuer auf den hölzernen Unterstand und neun weitere dort abgestellte Wagen übergreifen können. Das Gefährt der KG „Uns geht die Sonne nicht unter“ bringt es auf eine stolze Länge von acht Metern. Die Breite schätzt der Präsident auf 2,4 Meter. „Die Glocke“ verschaffte sich gestern Nachmittag vor Ort einen Eindruck vom Ausmaß der Zerstörung. Deutlich zu sehen war, dass auch ein Teil der Dachkonstruktion der Remise sowie abgestellte Materialien in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Dass man sich nicht vor Vandalismus schützen könnte, räumte Paul Kleinerüschkamp offen ein. Das Gelände sei frei zugänglich, und man habe schon häufiger verdächtige Hinterlassenschaften entdeckt. Müll hätte darauf hingedeutet, dass schon jemand auf die Wagen geklettert sei.
Der Brand hat jedoch ganz andere Folgen für die Karnevalisten. Allen voran Kosten für die Reparaturen. Doch wenn sich der Präsident vorstellt, wie die Papierblumen und das Pappmaché gelodert haben müssen, gibt er sich erleichtert: „Toi, toi, toi, dass nur Papier abgebrannt ist. Ich bin froh, dass nicht mehr passiert ist.“
Zeugen können sich an die Polizei wenden: 02521/9110.

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