Hellbachtal soll attraktiver werden
Wird der Hellbachteich seine bisherige Größe behalten? Denkverbote gibt es bei der Umplanung der großen Grünanlage nicht. So wäre auch eine Verkleinerung der Wasserfläche oder eine Landschaft mit einer Reihe kleinerer Gewässer denkbar.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat am Mittwoch einstimmig beschlossen, ein Werkstattverfahren zur Entwicklung des Bereichs durchzuführen. Im Fokus steht dabei zunächst der Bereich östlich der Hauptstraße. Der westliche, bewaldete Abschnitt soll perspektivisch in die Überlegungen einbezogen werden. Die Umgestaltung des östlichen Hellbachtals ist eines der wesentlichen Ziele des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) für Neubeckum.

Das beschlossene Verfahren erläuterte Johannes Waldmüller vor der Beschlussfassung. Danach ist vorgesehen, drei Landschaftsplaner zu einem Ideenwettbewerb zur Entwicklung des Naherholungsbereichs einzuladen. Ihre Entwürfe werden in einer ersten öffentlichen Planungswerkstatt erörtert. Auf der Grundlage der Ergebnisse können die Entwürfe überarbeitet werden, bevor ein zweiter, ebenfalls extern moderierter Workshop stattfindet. Die Konzepte zur Verbesserung von Aufenthaltsqualität, des Freizeitangebots und der Barrierefreiheit im Hellbachtal werden in einem letzten Schritt durch ein Bewertungsgremium aus Fachpreisrichtern und Kommunalpolitikern begutachtet, um dem Rat am Ende ein Konzept zur Realisierung zu empfehlen.

Gesetzt sein dürfte für die Planer die Berücksichtigung eines Pumptracks östlich der Hauptstraße. Ein Schallschutzgutachten weist den Standort als geeignet aus, und auch die Verfasser einer Petition für den Bau der Buckelpiste sind mit der Wahl zufrieden. Ansonsten wird sich die Planung unter anderem mit der Frage des schadhaften Dammbauwerks am Teich und mit der Verbindung von östlichem und westlichem Talabschnitt befassen müssen.

Dabei drängt die Zeit. Denn Ende September endet die Antragsfrist für Landeszuschüsse zu dem Vorhaben im Jahr 2021. Auf Nachfrage zeigte sich Waldmüller zuversichtlich, dass bis dahin der komplexe Planungsprozess abschlossen werden kann. Von politischer Seite ist das durchaus erwünscht – nicht zuletzt aufgrund des bürgerschaftlichen Engagements der Pumptrack-Befürworter. Für die Beauftragung der drei Landschaftsarchitekten fallen Honorare von 30 000 Euro an. Dazu kommen 12 000 Euro für die externe Moderation, die Fachpreisrichter, die Verfahrensbetreuung und Nebenkosten.

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