Photovoltaikanlage im Steinbruch
Bild: Biefang
Blick auf den Steinbruch Kollenbusch, wo im hinteren Gebiet Kalksteinabbau betrieben wird.
Bild: Biefang

Vor der Beantragung einer Änderung der Abgrabungs- und Rekultivierungsplanung stand im Stadtentwicklungsausschuss im Ständehaus die Präsentation des Projektes für die Fläche neben der Stromberger Straße an.

In einer Prüfung durch das Rechtsamt des Kreises Warendorf ist jedoch schon festgestellt worden, dass das Vorgehen über eine Planänderungsgenehmigung nach dem Wasserhaushaltsgesetz rechtlich möglich ist. Die „maßvolle Errichtung“ von Photovoltaikanlagen entspreche außerdem dem Erreichen der Klimaschutzziele der Stadt Beckum, wie es in den Ausschussunterlagen heißt. Kurzum: Gegenwind ist nach jetzigem Sachstand nicht zu erwarten.

Die Anlage soll auf den tieferliegenden, bereits wiederverfüllten Steinbruchflächen entstehen. Ein ungefähr 200 Meter breiter und 440 Meter langer Bereich parallel zur Stromberger Straße ist im Rekultivierungsplan als landwirtschaftliche Fläche dargestellt. Zwischen der ackerbaulich genutzten Fläche und der Böschung an der Straße soll auf der Brachfläche mit einer Breite von 90 Metern und einer Länge von 440 Metern die Freiflächenphotovoltaikanlage errichtet werden.

Jährlich könnte laut ersten Prognosen ein Strombedarf von 850 Zwei-Personenhaushalten gedeckt werden. Die Kohlendioxid-Einsparung beträgt laut Berechnungen für denselben Zeitraum ungefähr 1655 Tonnen. Nach der Errichtung des Solarparks erfolgt eine Einsaat mit Gras oder Klee auf der gesamten Fläche. Eine regelmäßige Mahd oder Beweidung muss erfolgen, damit Pflanzen die Module nicht überwuchern.

Eine Beeinträchtigung des Straßenverkehrs können die Planer ausschließen. Der Solarpark ist von der Stromberger Straße aus nicht einsehbar. Die Kommunalpolitiker aller Parteien nahmen die Pläne zustimmend zur Kenntnis.

Ursprünglich hatte die Firma Weidbusch übrigens Windenergieanlagen im Steinbruch geplant. Die Pläne zerschlugen sich allerdings aus Gründen des Artenschutzes. Das Risiko, dass Uhu-Jungtiere in die Rotorblätter fliegen, konnte nicht ausgeschlossen werden.

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