Rätsel um den Vandalismus ist gelöst
Bild: Krogmeier
Durch Vandalismus entstand im Schulgebäude hoher Sachschaden, den hier der Stellvertretende Schulleiter Holger Nübel hier begutachtet.
Bild: Krogmeier

Der Mann war selbst auf der Baustelle im Einsatz gewesen.  Er hat den Vandalismus gestanden. Motiv: Der Bauarbeiter hatte von seinem Chef das Entgelt für seine Arbeit nicht erhalten. Das teilte die Polizei am Freitag auf „Glocke“-Anfrage mit.

Am Donnerstag, 11. Mai, hatten die Mitarbeiter einer anderen auf der Baustelle tätigen Firma die massiven Beschädigungen im Erd- und Obergeschoss des Neubaus entdeckt. Von diesen Zerstörungen war eine neu verputzte Wandfläche von mehr als 870 Quadratmetern betroffen. Sofort alarmierten die Handwerker die Polizei. Wenig später waren die Beamten vor Ort und erfuhren von den Zeugen, dass drei Personen einer Putzfirma im Gebäude gewesen waren und mit einem Auto weggefahren seien.

Die Polizei startete eine Fahndung nach diesem Fahrzeug, stellte und kontrollierte den Pkw wenig später auf der Friedrich-von-Bodelschwingh-Straße in Neubeckum. Im Auto wurden zwei Männer aus Rumänien, 24 und 25 Jahre alt, sowie ein 25-jähriger in Dortmund lebender Rumäne angetroffen.

Der 24-Jährige gestand schließlich im Verhör bei der Polizei, die umfangreichen Beschädigungen am Donnerstag in der Zeit zwischen 15.45 und 16.08 Uhr, also während des normalen Baustellenbetriebs, aus Frust begangen zu haben. Er habe von seinem Chef ihm zustehenden Lohn nicht erhalten, lautete seine Aussage zu den Motiven für seine Handlung.

Die Wandflächen in dem Neubau der Gesamtschule wurden übrigens so stark beschädigt, dass sie komplett überarbeitet werden müssen. Nach ersten Schätzungen ist ein Sachschaden von mehr als 30 000 Euro entstanden.

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