Tonnenweise Gelbe Tonnen ausgeliefert
Foto: Clauser
Zu jeder ausgelieferten Gelben Tonne gehört ein gescannter Beleg.
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Die drei Mitarbeiter der Firma C-Trace, die alle Hände voll zu tun haben, erklären geduldig, dass sie nur ausliefern. Zuständig für die Entsorgung und deren Organisation ist dagegen das Unternehmen PreZero.

Große Herausforderung

Dessen Sprecher Boris Ziegler macht im Gespräch mit der „Glocke“ an einigen Zahlen deutlich, welche Herausforderung die Umstellung der Verpackungsmüll-Abfuhr vom Sack auf die Gelbe Tonne bedeutet. „7500 Gefäße mit einer Größe von 120 Litern, 3000 Tonnen mit 240 Litern und 50 1,1-Kubikmeter-Container müssen alleine in Beckum verteilt werden“, schildert er. Rund zehn Tage wird das dauern, schätzt Ziegler.

Die Größe der Tonnen ist abhängig von der Anzahl der im jeweiligen Haushalt lebenden Personen. Haushalte mit bis zu vier Personen erhalten eine 120-Liter-Tonne. An Haushalte mit fünf Personen und mehr werden 240-Liter-Tonnen verteilt. Großwohnanlagen bekommen 1,1 Kubikmeter große Behälter geliefert.

Direkt ans Grundstück gestellt

Jedes ausgelieferte Gefäß wird direkt zum Grundstück gebracht und per Scanner erfasst. Beim Datenabgleich kam es in der Nachbarstadt Oelde zu einer Panne, die die Verteilung verzögert. In Beckum hoffen die beiden beteiligten Unternehmen jetzt reibungslos durchzukommen.

Wie Boris Tiegler betont, werden sich Verbraucher im Kreis Warendorf noch insofern an das neue Sammelsystem gewöhnen, als das sie künftig nicht mehr ein beliebig großes Volumen an Abfällen über das Erfassungssystem entsorgen können.

Abfuhrmenge nun limitiert

Bisher ist die Anzahl zur Abfuhr gegebener Säcke nicht limitiert. „Je nach Materialart passt der Inhalt von acht bis zehn Gelben Säcken in eine 240-Liter-Tonne“, schlüsselt Linus Ernstmeyer, Niederlassungsleiter der PreZero Service Westfalen, auf.

„Die Verbraucher sollten mit diesem Volumen haushalten und die Gefäße ausschließlich mit lizenzierten Verkaufsverpackungen aus Aluminium, Kunststoff, Verbundstoffen und Weißblech befüllen.“ Wegen bestehender Brandgefahr dürften auf keinen Fall Batterien oder Akkus in die Behälter gelangen.

Der Verpackungsmüll wird, anders als in anderen Kommunen des Kreises Warendorf, auch künftig alle 14 Tage an den gewohnten Tagen abgefahren. Um den Übergang zu erleichtern, werden bei der ersten Abholung danebenstehende Gelbe Säcke noch miteingesammelt.

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