Verbote für Blaue Lagune in Sicht
Bild: Biefang
Idylle pur: Wer derzeit einen Spaziergang an der Blauen Lagune macht, kann sich den Andrang im vergangenen Sommer kaum vorstellen. Jetzt tritt durch eine Dringlichkeitsentscheidung ein Bade- und Aufenthaltsverbot von April bis Oktober in Kraft.
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Eine Dringlichkeitsentscheidung hat zur Folge, dass von April bis Oktober ein Bade- und Aufenthaltsverbot gelten soll. Zum Hintergrund: Angelegenheiten, die keinen Aufschub dulden, werden im Rahmen von sogenannten Dringlichkeitsentscheidungen vom Bürgermeister und einem Ratsmitglied getroffen. Diese Entscheidungen müssen später vom zuständigen Gremium noch genehmigt werden.

Im Fall der Blauen Lagune ist eine Sachentscheidung veröffentlicht worden, die folgendes besagt: Die Verwaltung wird beauftragt, die notwendigen Schritte für ein Bade- und Aufenthaltsverbot von April bis Oktober für den Wasser- und Uferbereich des bisher grundsätzlich zur Nutzung freigegebenen Landschaftssees des ehemaligen Steinbruchs West zwischen Ahlener Straße und Vorhelmer Straße umzusetzen. Die Regelungen im Bereich des Biotopsees sollen unverändert bleiben.

Eine Entscheidung, die vor allem die Anwohner freuen dürfte. Schließlich hat es im vergangenen Sommer massive Proteste nach Besucheranstürmen gegeben. Zugeparkte Straßen und Wohngebiete, eine vermüllte Landschaft rund um den See und Mitarbeiter des Ordnungsamtes im Dauereinsatz – dieses Bild bot sich besonders an den heißen Tagen.

Im Bauausschuss am 18. Februar stand das Thema bereits auf der Tagesordnung. Die Stadtverwaltung stellte fünf Optionen vor, wie man die Probleme lösen könnte. Nach einer ausführlichen Diskussion blieben schließlich zwei Ansätze über: ein Bade- und Aufenthaltsverbot im und am Gewässer in der Hauptsaison oder eine modifizierte Fortführung der Maßnahmen aus dem Vorjahr. Unterm Strich kam die Verwaltung zu der Empfehlung, „vor allem aufgrund der eindeutigen Regelung für einen bestimmten Zeitraum Alternative 1 als zukünftige Regelung für die Blaue Lagune vorzuschlagen“. Die Beschilderung soll nach Änderung der ordnungsbehördlichen Verordnung der Bezirksregierung Münster umgehend angepasst werden. Damit greifen die Verbote bereits in der kommenden Sommersaison. Besucher können übrigens auf den Wegen weiter spazieren gehen. Zement-Route und Werse-Radweg sollen weiter befahrbar sein.

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