B 51/B 64n: Resolution gegen Straßenbau
Amtierende Bürgermeister und Kandidaten unterzeichnen eine Resolution gegen den Straßenbau zwischen Münster und Rheda.

Der Telgter Rat sogar einstimmig mit den Stimmen aller Ratsfraktionen. Zuletzt hat auch der Rat der Stadt Münster die Ausbauplanungen der B 51 abgelehnt. In einem Schulterschluss fordern nun Bürgermeister sowie Landrats-, Oberbürgermeister- und Bürgermeisterkandidaten der von den Ausbauplanungen betroffenen Kommunen den sofortigen Stopp der Planungen zum Ausbau zwischen Münster-Handorf und Rheda.

Dies sind neben Pieper und Kammann die Münsteraner Oberbürgermeisterkandidaten Peter Todeskino (Grüne) und Dr. Michael Jung (SPD), der Landratskandidat für den Kreis Warendorf Dennis Kocker (SPD) sowie die Bürgermeisterkandidaten Peter Horstmann (Warendorf, parteilos), Peter Huerkamp (Warendorf, parteilos), Martin Hanewinkel (Beelen, parteilos) und Harald Loermann (Herzebrock-Clarholz, parteilos). Sie wollen ihre Forderung untermauern, indem sie am 17. August 2020 im Telgter Rathaus eine gemeinsame Resolution unterzeichnen.

„Minister missachten notwendigen regionalen Konsens“

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) haben auf die Ratsentscheidungen bislang trotz mehrfacher Aufforderung nicht reagiert. „Die Minister missachten den bei entsprechenden Projekten notwendigen regionalen Konsens“, heißt es in einer Pressemitteilung, unterzeichnet von Pieper und Kammann. Den Ministern und den beteiligten politischen Gremien wollen sie nochmals eindrücklich verdeutlichen, dass die Region den geplanten Ausbau der B 51 / B 64 nicht will und nicht braucht.

Unternehmerinitiativen, Landwirte, Bürgerinitiativen, Naturschutzverbände und Bürger vor Ort sähen das Projekt nicht nur äußerst kritisch, sondern lehnten es grundsätzlich ab. Die früheren Annahmen, mit denen die B 51 /B 64n-Planungen ursprünglich begründet worden seien, hätten sich zwischenzeitlich als falsch herausgestellt. Damit würden dem Projekt die Grundlagen entzogen. Ein Ausbaukonzept für eine Bundesstraße, das einseitig und auf Jahrzehnte die Infrastruktur für den motorisierten Individualverkehr und den Transport von Waren zementiere, sei nicht zukunftsorientiert.

„Selbst bei Anerkennung positiver Wirkungen von Ortsumfahrungen machen diese Ausbauplanungen keinen Sinn. Die seit mehr als 15 Jahren größtenteils rückläufige Verkehrsbelastung entspricht bei Weitem nicht den bisher prognostizierten Zahlen, ist vergleichsweise erträglich und kann durch intelligente punktuelle Maßnahmen entschärft werden“, heißt es in der Mitteilung von Pieper und Kammann.

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