In den Schulbussen ist Abstand möglich
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Einsteigen bitte: Der Schülertransport bereitet den Verantwortlichen in den Kommunalverwaltungen – was Schüler aus Beelen betrifft – keine Sorgen.
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Schulleitungen und zuständige Behörden hatten im Vorfeld eine Mammutaufgabe zu bewältigen, um den Schulstart nach den Sommerferien einigermaßen störungsfrei zu ermöglichen.

Als nicht so gravierendes Problem erweist sich für die Schüler in Beelen der Schulbustransport. Jungen und Mädchen wie in einer Sardinen-Büchse zusammengequetscht in einem Fahrzeug, dieses Bild hat es für die Schüler vom Axtbach auch vor Corona nicht gegeben.

54 Beelener Kinder besuchen die Sekundarschule in Sassenberg, für die die Stadtverwaltung der Hesselstadt den Transport organisiert. „Für sie wird ein so genannter Gelenkbus eingesetzt“, erklärt Sassenbergs Hauptamtsleiter Martin Kniesel auf Nachfrage der „Glocke“. Zugelassen sei dieser für insgesamt 120 Passagiere, allerdings sind da Stehplätze mit eingerechnet. Trotzdem: Abstand kann einigermaßen eingehalten werden.

Von den 245 Jungen und Mädchen, die die Beelener Grundschule besuchen, haben 32 einen Anspruch auf Beförderung. Für sie wird aktuell ein Bus mit insgesamt 45 Sitzplätzen eingesetzt, der 18 Haltepunkte in den Beelener Außenbezirken ansteuert. Er startet morgens um 6.55 Uhr und sollte um 7.48 Uhr am Schulgebäude in der Gaffelstadt eintreffen. Zum Auftakt am gestrigen Mittwoch konnte dieser Zeitplan nicht ganz eingehalten werden. Ursache dafür seien aber nicht etwa corona-bedingte Maßnahmen, sondern Verzögerungen durch Baustellen gewesen, weiß Manuel Rieping von der Gemeindeverwaltung zu berichten. Schulsozialarbeiterin Anke Zeller fungiert aktuell als Busbegleiterin und schaut im Fahrzeug nach dem Rechten.

Nach Möglichkeit sollen die Kinder im Bus nach Jahrgangsstufen gestaffelt beieinandersitzen. „Eventuell“, so Manuel Rieping, „wird in Kürze ein zusätzlicher Bus für die Grundschüler eingesetzt.“ Schließlich habe NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst eine solche landesweite Aufstockung der Buskapazitäten angekündigt. „Wir müssen aber erst einmal beim Unternehmen Sieckendiek nachfragen, ob dazu überhaupt die Möglichkeit besteht“, dämpft Rieping zu hohe Erwartungen. Sollte es für einen zweiten Bus grünes Licht geben, dann könnte – wie zu den Zeiten, als es in Beelen noch eine weiterführende Schule gab, eine Nord- und eine Südroute eingerichtet werden.

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