Jecker Zug rollt durch die Drubbelstadt
Bild: Hübl
Aufwendig kostümiert hatten sich die Fußgruppen beim Ennigerloher Karnevalszug.
Bild: Hübl

Um 12 Uhr hatte sich die Zugleitung im Rathaus noch mit Vertretern der Verwaltung getroffen, um zu beraten, was angesichts der Starkwindwarnung zu tun sei.

Start trotz des schlechten Wetters

„Wir haben uns dann entschlossen zu starten, und das war die richtige Entscheidung“, erklärte Organisator Oliver Schulte. „Alles ist problemlos gelaufen, es hat keine Zwischenfälle gegeben.“

Insgesamt 48 Positionen hatte die Karnevalsgesellschaft (KG) Drubbelnarren für ihren mittlerweile 16. Lindwurm der Freude aufgeboten. Und die närrischen Vereine, Gruppen, Freundeskreise und Nachbarschaften hatten sich mächtig ins Zeug gelegt.

Wagenbauer nahmen lokale und überregionale Themen aufs Korn

Vor allem die Fußgruppen mit ihren aufwendigen und fantasievollen Kostümen boten ein tolles Bild. Da tanzten Seerosen mit Indianern samt Tipis, Strichmännchen und freche Bienen lagen sich in den Armen und ein paar Teufelchen durften selbstverständlich auch nicht fehlen.

Aber auch die Wagenbauer hatten ihre ganze Kreativität spielen lassen und nahmen gekonnt lokale ebenso wie überregionale Themen aufs Korn. Von Klimanotstand und Bienenrettung bis zum Landwirtesterben reichte die Palette. Und auch das im Bau befindliche Naturbad am Stavernbusch fand sich selbstverständlich beim Karnevalszug wieder.

Dabei waren nicht nur Gruppen aus Ennigerloh unterwegs, wie immer hatten sich auch Gäste aus Enniger, Ostenfelde, Westkirchen, Sünninghausen, Hoetmar, Beelen, Sendenhorst und Freckenhorst unter die Teilnehmer des bunten Zugs gemischt.

Sechs Musikzüge gestalteten den musikalischen Rahmen

Von gleich sechs Musikzügen kam die passende musikalische Begleitung. Ehrensache, dass auch die Musiker flott kostümiert durch die Straßen zogen. Krönender Höhepunkt des Zugs war wie immer der Prinzenwagen, von dem Prinz Martin II. (König) und seine Adjutanten Elke Niewöhner und Andreas Hölscher die begeisterten Jecken grüßten und den Jubel der Menge in vollen Zügen genossen.

Und als es später anfing zu regnen, da wurde schon längst gut geschützt im Festzelt und den Kneipen weitergefeiert.

KG „@eilt“ sichert sich den ersten Platz bei den Wagenbauern

Eine ganz schwierige Aufgabe hatte am Ende des Umzugs die Jury, die die besten Mottowagen und Fußgruppen auswählen musste. Den Sieg bei den Wagen sicherten sich schließlich die Hubertusjecken, der karnevalistische Ableger der Hubertus-Schützengilde, mit einem Plädoyer für eine bienenfreundliche Umwelt.

Den Klimawandel hatte auch die KG „@eilt“ aufs Korn genommen. Sie hatte sogar Klima-Aktivistin Greta Thunberg auf den Wagen geholt und bekam dafür den zweiten Preis.

Den dritten Platz belegte die Gruppe „Watt mott, datt mott“ mit ihrem sehenswerten, ziemlich kuscheligen Mammut.

Sieg bei den Fußgruppen geht an „Die Ehemaligen“

Bei den Fußgruppen siegten „Die Ehemaligen“, ein Stammtisch, den Eltern an der St.-Jakobus-Grundschule im Jahr 2008 gegründet hatten. Ihre Mitglieder zogen als Seerosen durch die Straßen.

Auf den zweiten Platz kamen die Zockerladys, die für ihre Kostüme jede Menge pinkfarbene Handschuhe verarbeitet hatten. Den dritten Platz teilten sich die Karnevalisten der Gruppe „Der flotte Schuh“, die als Weltkugeln unterwegs waren, und „Die süßen Klopfer“, die die Jecken als Aliens aus einer ganz anderen Welt grüßten.

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