Martin II. übernimmt das Rathaus
Bild: Junker
Die Narren haben nun das Sagen in Ennigerloh. Stadtprinz Martin II. König (l.) hat gestern mit seinem Gefolge das Rathaus gestürmt. Bürgermeister Berthold Lülf überreichte der Tollität den Schlüssel zur Stadt.
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Stadtprinz Martin II. König hat Donnerstagabend mit seinem närrischen Gefolge das Rathaus gestürmt und die Macht an sich gerissen. Oberbademeister Lülf gab sich geschlagen und überreichte der Tollität den Schlüssel zur Stadt.

 Jecken haben das Sagen

Vor der Treppe im Foyer des Rathauses nahm Martin II. das Symbol des Machtwechsels gemeinsam mit seinen Adjutanten Elke Niewöhner und Andreas Hölscher und unter großem Jubel seiner Anhänger entgegen.

Bis Aschermittwoch haben nun die Jecken das Sagen in der Drubbelstadt. Doch bis es so weit war, musste Prinz Martin II. einige Aufgaben mit Hilfe seines Gefolges lösen. So müssten die Karnevalisten unter anderem von der Tollität pantomimisch vorgeführte Begriffe erraten, ehe sie den Ratssaal stürmen durften.

Narren gedenken Opfern von Hanau

Die Macht liege nun in den Händen der Narren, was „sonst nicht der Fall im Rathaus ist“, betonte Lülf. Bei aller Ausgelassenheit verlor der Bürgermeister die aktuellen Geschehnisse aber nicht aus dem Blick. Auf seine Bitte gedachten die Karnevalisten mit einer Schweigeminute den Opfern der Gewalttat von Hanau. „Sicher haben wir heute ein Lächeln im Gesicht. In Gedanken sind wir aber auch bei den Opfern und Hinterbliebenen“, sagte Lülf.

Letzter offizieller Auftritt der Drubbelaner

Es folgten Auftritte aller Tanzgarden der Karnevalsgesellschaft Drubbelnarren und das Prinzenlied sowie Beiträge von Prinzgardist Valentin Kalthoff.

Abschied nahmen die Narren von den Drubbelanern. Das Gesangstrio trat beim Rathaussturm offiziell zum letzten Mal auf. Die Jecken ließen die Urgesteine des Ennigerlohers Karnevals ohne Zugabe nicht gehen. Die Drubbelaner verabschiedeten sich mit dem Lied: „Wir sagen Dankeschön“.

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