Fernwärme soll Rathaus-Komplex heizen
Der Mini-Bagger zieht die Gräben im Garten hinter dem Rathaus in Hovestadt. Dort soll das 80 Grad heiße Wasser ins Rathaus fließen.

Dorthin soll zukünftig 80 Grad heißes Wasser aus der Biogas-Anlage von Frank Schulze und Felix Tümpel in Nordwald geliefert werden. Damit soll das Dienstleistungszentrum zukünftig beheizt werden.

Bauamtsleiterin Elisabeth Goldstein erläutert, dass die Gemeinde Lippetal damit zwei Ziele verfolgt: Die Wärmeversorgung beim Rathaus-Trio soll zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes beitragen, außerdem steht eine betriebswirtschaftliche Betrachtung im Vordergrund. Dabei soll die Versorgung mit Fernwärme Kosten beim Beheizen der Immobilien ersparen.

Die Gemeinde hat bereits gute Erfahrungen mit an das Fernwärmenetz angeschlossenen Immobilien gemacht. Nachdem ein erstes Angebot der Biogas GmbH nicht zum Zuge kam, legte die Firma ein verbessertes vor, das auch den Bau der Versorgungsleitungen im Bereich um die Rathäuser vorsieht.

Daher lässt die Biogas GmbH jetzt auch den Bagger rollen. In dem Zusammenhang wird die Brennwert-Heizung aus dem Rathaus ausgebaut und in den Bauhof umgesetzt.

Alte Heizungen werden demontiert

Im Rathaus wird eine neue Brennwert-Kesselanlage mit Regelungstechnik und Heizverteiler installiert, die als Ersatz die drei Gebäude beheizen kann, wenn die Fernwärme einmal ausfallen sollte. Die alten Heizungen im Haus Biele und im Rathaus 2 werden demontiert.

Mit dem Anschluss des Rathauses baut die Biogas GmbH somit ihr Fernwärme-Netz noch weiter aus. Angeschlossen sind bereits der Geflügel-Maststall von Hautkapp in Brockhausen, das St.-Ida-Stift, das Familienzentrum St. Albertus (Kindergarten), das Sportlerheim des Vereins Germania Hovestadt sowie die Alte Schule im Löttenkamp und das Feuerwehrgerätehaus sowie auch etliche Wohnhäuser in dem Bereich, den die Fernwärme aus Nordwald versorgen kann.

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