Flächen für Klimaschutzmaßnahmen bereist
Mit dem Feuerwehrauto zum Klimaschutz: Der „Arbeitskreis Klima“ machte einen Stopp am Feuerlöschteich in Wiltrop.

Außerdem ging es  zu diversen Wiesen und Wegesrändern Lippetals, immer auf der Suche nach Möglichkeiten, hier und da Verbesserungen der ökologischen Situation zu erzielen. Besetzt ist der Arbeitskreis mit sachkundigen Bürgern und Verwaltungsmitarbeitern. Geleitet wird er vom Vorsitzenden des Umweltausschusses, Alfons Bröckelmann, und Bauamtsleiterin Elisabeth Goldstein.

Das Bauamt hatte vor der Rundreise etwa 20 ehemalige Feuerlöschteiche aufgetan, etwa an der sogenannten „Totenkuhle“ am Lagerfeld bei Herzfeld, einen Teich am Löchtenknapp in Lippborg oder die Dorfbörne in Wiltrop. Bei den denkbaren Maßnahmen geht es zum Beispiel um eine Auslandung der Tümpel, das Herstellen von geeigneten Uferrändern und um eine Bepflanzung mit heimischen Gräsern, Kräutern und Gehölzen.

Die Mitglieder des Arbeitskreises unterstützten das Ziel, diese vernachlässigten Biotope aufzuwerten. Weiter warfen sie einen Blick auf gemeindeeigene Wiesen und Wegesränder im Außenbereich. Hier geht es darum, Blühstreifen oder Streuobstwiesen anzulegen, um insbesondere den Lebensraum von Insekten, aber auch von Vögeln zu verbessern.

Grünflächen, die ökologisch aufgewertet werden können, gibt es auch in den Dörfern. Erste solcher Flächen fand der Arbeitskreis schon direkt am Rathaus, wo insbesondere der Bereich zwischen Verwaltungssitz, Albertus-Magnus-Kirche und Albertussaal geradezu nach einer umweltgerechteren Gestaltung schreit.

Eine weitere Fläche ist der Wiesenstreifen westlich der Brückenstraße zwischen Herzfeld und Hovestadt. Auch am Osttorbrunnen in Herzfeld und an den Wendehammern in den Gewerbegebieten in Oestinghausen und Herzfeld finden sich für Blühstreifen und Staudenbeete geeignete Areale.

Zudem bieten sich Flächen unter anderem an den Grundschulen in Oestinghausen und Lippborg und am Feuerwehr-Gerätehaus in Lippborg an. Eine weitere Maßnahme, die in die Tat umgesetzt werden soll, ist das Anlegen von Hecken und Baumreihen. Auch dafür gibt es außerhalb der Ortschaften eine ganze Reihe von Möglichkeiten, zum Beispiel bei Schoneberg, Brockhausen, Niederbauer und Wiltrop.

Der Arbeitskreis „Klima“ wurde auf eine Initiative der CDU-Fraktion im Lippetaler Rat gegründet. Er hat die Aufgaben, Flächen in der Gemeinde daraufhin zu prüfen, ob dort Biotope angelegt werden können, die den ökologischen Wert verbessern und dem Klima- und Insektenschutz dienen. Die Initiative wird von den beiden anderen Ratsfraktionen SPD und Bürgergemeinschaft (BG) unterstützt.

An der renaturierten Fläche am Naturschutzgebiet am Steinbach östlich der Beckumer Straße oder an der Kanu-Anlegestelle in Lippborg könnten weitere Bäume gepflanzt werden. Als Ergänzung sind im Arbeitskreis des Weiteren zum Beispiel Insektenhotels oder Nisthilfen für verschiedene Vögel im Gespräch.

Einig war man sich, dass alle möglichen Maßnahmen nach und nach verwirklicht werden sollen. Nächste Aufgabe des Arbeitskreises wird es jetzt sein, eine Rangliste und einen Zeitplan für die Vorhaben aufzustellen. Der soll nach einem positiven Gemeinderatsbeschluss Zug um Zug abgearbeitet werden, um seitens der Gemeinde einen sichtbaren ersten Schritt zur Verbesserung des Klimas und zur Optimierung des Lebensraums für Insekten zu erreichen.

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