Lippborg hofft auf eine gute Zukunft
Der Lippborger Traditionsgasthof Bockey mit großem Saal und Biergarten ist geschlossen und steht seit einiger Zeit zum Verkauf.

Im Gegenteil: Es wird weiterhin mit Leidenschaft und delikat gekocht: Josef und Ehefrau Gabi arbeiten zurzeit an einem Konzept, die Speisenkarte noch regionaler und noch mehr nach Gesichtspunkten von Tierwohl und ökologischer Landwirtschaft auszurichten. 

Geschlossene Gaststätten

Dass die Lippborger an Schließungen von Gaststätten glauben, liegt hingegen nicht fern. Berliner Tor und Hagedorn haben schon lange geschlossen, auch die Bürgerstube ist dicht, und der Lippborger Hof war auch lange ohne Wirt. Zuletzt schloss der Traditionsgasthof Bockey, der wohl immer noch zum Verkauf steht. Und auch beim Lippborger Hof sehen die derzeitigen Besitzer wegen Corona, aber auch wegen des Personalmangels, nicht unbedingt eine rosige Zukunft. 

So kommt dem renommierten Landgasthof Willenbrink eine große Bedeutung zu, was die Reputation des Dorfes angeht. Auch deswegen, weil einige Kilometer weiter bald das große neue Industriegebiet entstehen wird. Die Gaststätte Hagedorn, die soeben von der Gemeinde Lippetal erworben worden ist, geht einer neuen Funktion entgegen. Der Verein „Lippborger Dorfgemeinschaft“ will das Haus renovieren und zu einer Begegnungsstätte machen, in der Jugend- und Altenpflege, Kunst-, Kultur und Heimatpflege zu Hause sind. 

Großer Kundenmagnet

Größter Kundenmagnet bleibt das Modegeschäft Bessmann mit seinen angeschlossenen Geschäften vom Sportgeschäft bis zum Stoffverkauf. Die Firma hat ins Fachwerkdorf Millionen investiert. Weitere Attraktion nebenan ist das Bistro Café von Familie Goldstein, das nicht nur von den Bessmann-Kunden profitiert, sondern Dank seiner Brot- und Backspezialitäten sowie Konditoreiprodukten und der guten Lage am Dalmerweg selbst einen Anziehungspunkt darstellt. Goldstein gibt es auch als Stammhaus mit einem versteckten kleinen Laden an der Herrenstraße.

„Konkurrenz belebt das Geschäft“

„Konkurrenz belebt das Geschäft“, sagen sich die Lippborger und freuen sich, dass es mit Lippling noch eine weitere Bäckerei im Dorf gibt. Der Familienbetrieb mit mehreren Filialen ist seit der Wiedereröffnung samt dem Café in den Supermarkt an der Hauptstraße umgezogen. Damit ist die Familie sehr zufrieden, denn der Elli-Markt mit seinen Parkplätzen auf beiden Seiten der Straße ist hoch frequentiert und nur wenige Kunden gehen an der Brot- und Kuchentheke vorbei, ohne etwa ein frisches Brot aus dem großen Sortiment mitzunehmen. Lippling legt Wert darauf, dass die Backwaren ohne zusätzliche künstliche Backmittel hergestellt werden – das schmeckt man auch.

SOCIAL BOOKMARKS