Narren sagen den Rosenmontagsumzug ab
Ausgelassen zogen die Narren noch zu Jahresbeginn durch den Ort. Ein solches Bild wird s frühestens wieder 2022 geben. Denn die fünfte Jahreszeit für 2020/2021 ist abgesagt.

Und zwar die des KKL Lippborg, des Karnevalsvereins Imponderabilia Oestinghausen, der Fördergemeinschaft Herzfeld, sowie der Karnevalsgemeinschaften Hu-Hei-Bü und Schoneberg mit Bürgermeister Matthias Lürbke und Ordnungsamtsleiter Ludger Schenkel. Alle Verantwortlichen waren sich ihrer großen Verantwortung bewusst, zumal der erste große Corona-Ausbruch nach einer Karnevalssitzung im Kreis Heinsberg zu verzeichnen war.

Gesundheitsprävention steht für die Karnevalisten an erster Stelle; es dürfe in Anbetracht der steigenden Corona-Fallzahlen kein Feiern um jeden Preis geben. Derzeit gestatten die Corona-Hygienevorgaben Auflagen nur kleinere karnevalistische Kulturveranstaltungen. Obwohl von den Karnevalisten in den vergangenen Wochen alle Möglichkeiten durchgespielt wurden, kam man schweren Herzens zu dem Schluss, dass nach derzeitigem Stand nur eine klare Absage an gesellige Veranstaltungen wie Sitzungen, Bälle, Partys und Umzügen erfolgen kann. Die Lippetaler hoffen auf ein „dreifach Lippetal Helau“ in der Saison 2022.

Obernarr Roger Urbansky, Vorsitzender des Lippetaler Karnevalsvereins Kulturkreises Lippborg (KKL), erklärt dazu: „Ich wollte das frühzeitig klären, damit alle Bescheid wissen. Daher haben wir mit anderen Vereinen schon im Vorfeld überlegt, was möglich ist. Fazit: Große Bühnenveranstaltungen mit 100 Akteuren und dem Drum und Dran rings um die Bühne und viel Publikum, das funktioniert nicht. Auch der Rosensonntagsumzug ist mit so viel Abstand – wie ihn Corona zwingend nötig macht – nicht machbar. Also müssen wir das streichen für die Session 2020/2021. Jetzt herrscht Klarheit für alle.“

Mehr in der Ausgabe vom 19. Oktober 2020

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