Windkraft-Repowering ist in der Planung
In den Bauerschaften Rassenhövel, Uelentrup und Schoneberg soll eine Modernisierung der Windkraftanlagen erfolgen.

Während die Höhenbegrenzung für die drei Standorte seit 1999 auf 100 Meter Gültigkeit hat, müsste die Gemeinde diese Maße aufheben, um die neuen Windräder genehmigungsfähig zu machen. Die Projekte werden am Donnerstag, 13. August, in der Sitzung des Bauausschusses ab 17.30 Uhr in der Oestinghauser Gemeinschaftshalle vorgestellt.

In der Regel sind die neuen Windenergieanlagen samt Rotorenspitzen 180 bis 200 Meter hoch. Die bessere Energieausbeute und somit Wirtschaftlichkeit ermöglicht es, statt der bisherigen zwei Windräder in Zukunft nur noch eines pro Standort zu betreiben. Statt der bisherigen sechs dürften sich in Zukunft also nur noch drei „Windmühlen“ in den Konzentrationszonen drehen. Weitere drei Windräder entstehen zurzeit nordwestlich hinter der Lippetaler Grenze nahe der A2 auf dem Gebiet der Stadt Beckum.

Zur Geschichte: Die Gemeinde Lippetal hat im Jahre 1999 im Flächennutzungsplan nur fünf relativ kleine Konzentrationszonen für Windkraftanlagen mit einer Höhenbeschränkung von 100 Metern ausgewiesen, um laut des damaligen Bürgermeister Erhard Susewind eine „Verspargelung“ der Lippetaler Landschaft zu verhindern. 2013 wurden die Höhenbeschränkung für die Zonen A und B (Wilde See und Löttenknapp) planungsrechtlich aufgehoben.

Nunmehr zeigen die Eigentümer der Vorrangflächen C (Rassenhövel), D (Uelentrup) und E (Schoneberg) sowie die derzeit betreibende Firma Enercon großes Interesse an der Demontage der aktuellen Windenergieanlagen und deren Ersatz durch die Errichtung von modernen Windenergieanlagen. Dieses Repowering bedeute die bestmögliche Ausnutzung bestehender Standorte zur Ertragsoptimierung bei gleichzeitiger Reduzierung der Anzahl der Anlagen.

In der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses wird die Firma Enercon die Planungsabsichten mit einer Projektbeschreibung vorstellen. Bauleitplanverfahren werden seitens des Vorhabenträgers angestrebt. Im Verfahren werden dann Fragen des Emissionsschutzes wie Schattenwurf, Geräuschemissionen und Infraschall geprüft.

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