Staatsschutz wird eingeschaltet
Foto:Springer
„Volksverräter“ und „Nationaler Widerstand“ prangt auf dem Banner der Initiative Seebrücke, das am Zaun des Parkplatzes Bredenstiege in Oelde hängt. Über diese Parolen ist die Initiative entsetzt und hat Strafanzeige gestellt.
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„Ich bin entsetzt. Das zeigt, dass es auch in Oelde Rassismus und Hetze gibt und dass unsere Arbeit umso wichtiger auch auf kommunaler Ebene ist“, sagt Uschi Gang von der Lokalgruppe Oelde der Initiative Seebrücke, die sich für Seenotrettung und menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen einsetzt.

Banner in Oeldes Innenstadt

Die Initiative hatte das Banner am Zaun des Parkplatzes Bredenstiege aufgehängt. Mit dem Banner setzt sich die Initiative dafür ein, Flüchtlinge nicht abzuschieben, sondern aufzunehmen. Nun prangen die Worte „Nationaler Widerstand“ und „Volksverräter“ darauf. Schon zum dritten Mal seit Dezember sei ein Banner der Seebrücke in Oelde beschmiert worden. „Das kann man nicht mehr so stehen lassen“, sagt Gang.

Das erste verunstaltete Banner habe sie reinigen können, doch nach der zweiten, großflächigeren Besprühung sei es nicht mehr zu retten gewesen. Das zweite, dann gespendete Banner ist nun auch beschmiert. Die Initiative hat bei der Polizei Strafanzeige gestellt. Der Staatsschutz wird eingeschaltet.

Initiative sucht die Öffentlichkeit

Während in der Vergangenheit die Banner schnellstmöglich abgehängt worden, seien, um Betroffene rassistischer Hetze nicht zu verletzen, habe sich die Initiative nun dazu entschieden, damit in die Öffentlichkeit zu gehen. Rassismus solle nicht länger verschwiegen werden.

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