Diestedder Kita-Gruppe in Quarantäne
Foto: Steinhoff
In der katholischen Kindertageseinrichtung St. Nikolaus in Diestedde ist eine Erzieherin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat am Freitagvormittag das Gesundheitsamt vermeldet. Die gesamte Gruppe und fünf weitere Erzieherinnen stehen unter Quarantäne.
Foto: Steinhoff

 „Wir haben sofort eine Mail an alle Eltern geschickt. Kinder, die schon gebracht worden waren, wurden sofort wieder abgeholt“, schildert Monika Ottlips-Döring, Verbundleiterin für die Kindertageseinrichtungen der Pfarrei St. Margareta, die Sachlage. Man habe Notfalllisten, alle Telefonnummern und E-Mail-Adressen, da reiche ein Griff in die Schublade: „Wir lüften und wir dokumentieren, wer sich wann und wo in welcher Konstellation aufhält – in so einem Fall kommt einem das dann zugute. Die Kommunikation klappt reibungslos.“

Kinder und Erzieher werden Dienstag getestet

Die betroffene Gruppe von den insgesamt vier sei gestern bereits nicht mehr vor Ort gewesen. Kinder und Erzieher stünden unter Quarantäne und würden am Dienstag im Pfarrheim getestet, erklärte Ottlips-Döring weiter. Das Gesundheitsamt habe aber verfügt, dass alle anderen Gruppen ganz normal den Kindergarten besuchen könnten. Man habe versucht, die Gruppen so gut es geht zu trennen, aufgrund der räumlichen Situation ließen sich Kontakte untereinander aber nicht gänzlich vermeiden, so Ottlips-Döring weiter. Aktuell seien sechs Erzieherinnen in Quarantäne. Mit dem reduzierten Mitarbeiterstamm könne man jetzt nur eingeschränkte Betreuungszeiten anbieten. Die Eltern hätten viele Fragen gehabt, aber auch verständnisvoll reagiert. Auch die Mitarbeiter des Gesundheitsamts seien trotz hoher Arbeitsbelastung sehr freundlich gewesen, schildert Ottlips-Döring ihre Eindrücke. Bereits im Sommer hatte sich in der Kita St. Josef in Bad Waldliesborn, die ebenfalls dem Kita-Verbund der Pfarrei St. Margareta angehört, eine Erzieherin mit dem Coronavirus infiziert.

Freiwillige Quarantäne für Angehörige

Bis zu den Herbstferien hätten die Erzieher sich im Wechsel mit den Lehrkräften alle 14 Tage auf das Coronavirus testen lassen können, bis Weihnachten sei jetzt nur noch an drei ausgewählten Terminen eine Testung möglich, erklärte Monika Ottlips-Döring im „Glocke“-Gespräch weiter. Angehörige könnten sich freiwillig in Quarantäne begeben und seien angehalten, zu beobachten, ob sie Symptome entwickeln. Die Quarantäne für die betroffen Kinder und Erzieher müsse durch das Gesundheitsamt wieder aufgehoben werden – man sei im Kontakt.

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