Klimawald und Zukunftsbäume in Wadersloh

Bäume gestalten unser Umfeld und werten es auf. Und: Sie sind Kohlenstoffspeicher und Sauerstoffproduzent in einem. Da Klimaschutz vor Ort beginne, und viele Bürger den Wunsch äußerten, mehr Bäume auf dem Gemeindegebiet anzupflanzen, will die Gemeindeverwaltung nun aktiv werden.

In einer Vorlage für den Umweltausschuss am Montag, 2. März, schlägt Bürgermeister Christian Thegelkamp daher vor, für die Bürger, die keine Möglichkeit haben, im eigenen Umfeld einen Baum zu pflanzen, in jedem Ortsteil eine größere öffentliche Fläche zur Bepflanzung vorzuhalten. Die neu zu pflanzenden Bäume müssten allerdings Mindestvorgaben bezüglich Art, Sorte, Größe und Qualität einhalten. Pflanzung, dauerhafte Pflege und Verkehrssicherungspflicht werde die Gemeinde übernehmen. Und wie soll eine solche Aktion finanziert werden? Bürger, Firmen, Vereine oder

 Institutionen können ihren Baum mit einer Geldspende bei der Gemeinde erwerben. Die Kosten pro Baum einschließlich aller erforderlichen Materialien werden mit 350 Euro veranschlagt. „Mit einer eindeutigen Kennzeichnung bleibt der Baum unverwechselbar und könnte mit einer Spendentafel zusätzlich ausgestattet werden“, heißt es in der Vorlage weiter.

An einem gemeinsamen Termin jeweils im Frühjahr und Herbst könnten alle „Zukunftsbäume“ gepflanzt werden. Eine weitere Möglichkeit, Klimaschutz vor Ort zu betreiben, wäre eine großflächige Bepflanzung mit jungen Laubbäumen. Dafür müsste eine landwirtschaftliche Fläche entsprechend aufgeforstet werden, um einen „Klimawald“ entstehen zu lassen. Konkret heißt das: Auf einer ein Hektar großen Fläche werden rund 10 000 Jungbäume gesetzt. Bei dieser Maßnahme könnte eine Idee des Johanneums mit aufgegriffen werden, für jeden Schüler einer Abschlussklasse jährlich ein Bäumchen zu pflanzen. Laut Experten empfehle es sich aber, sofort die komplette Fläche zu bepflanzen.

Mit einem Klimawald könnte die Gemeinde zudem voraussichtlich Ökowerteinheiten gutgeschrieben bekommen.

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