Angler gelobt als „Gewässer-Verbesserer“
Foto: Kreisfischereiverein
Für die Renaturierungsmaßnahme in der Emsaue unterhalb der Axtbachmündung hat der Projektträger, der Kreisfischereiverein Warendorf, jetzt Lob vom Deutschen Angelfischverein erhalten. Er ist zum „Gewässer-Verbesserer des Monats“ gekürt worden und erhält 500 Euro für die Vereinskasse.
Foto: Kreisfischereiverein

Der Kreisfischerei-Verein Warendorf / Ems ist zum „Gewässer-Verbesserer des Monats“ erkoren worden und hat von der Initiative „Gewaesser-Verbesserer.de“ eine einmalige Zuwendung von 500 Euro als Beitrag für die Vereinskasse erhalten. Vorsitzender Klaus-Peter Kranke zeigt sich stolz über die Auszeichnung, die für den Monat Dezember 2020 vergeben wurde. Gegenüber der „Glocke“ ließ er die inzwischen abgeschlossene Renaturierungsmaßnahme Revue passieren.

Fläche von sechs Hektar umgegraben

Der 1885 gegründete Fischereiverein habe mit der offiziellen behördlichen Abnahme der Baumaßnahme am 2. Dezember 2020 das Projekt erfolgreich abschließen können. Es ist bereits die zweite Renaturierungsfläche, die in Trägerschaft des Vereins umgestaltet wurde. Sie betrifft die „Ems unterhalb der Axtbachmündung“ und hat eine Fläche von sechs Hektar. Es wurden drei neue Emsschleifen angelegt und durch Randsenken und Flutmulden ergänzt. Darüber hinaus wurde ein Altarm an die Ems angebunden und eine Verbindung zwischen dem Altarm und dem Nördlichen Talgraben geschaffen. „Somit wurde ein Stück der Ems naturnah gestaltet und verschiedene Gewässertypen miteinander vernetzt“, erläutert Kranke.

Das Projekt sei nur möglich gewesen, da Eigentümer Josef Besselmann die Fläche kostenfrei zur Verfügung gestellt und das Ingenieur-Büro Andreas Vollmer (Wasserbau) neben anderen Projektbeteiligten den Verein professionell unterstützt haben“, so der Vorsitzende. Von der Projektidee, ersten Gesprächen und Planungen Ende 2015 bis zur Plangenehmigung am 29. August 2018 sei viel Abstimmungs- und Koordinierungsarbeit erforderlich gewesen. Die Ausführungsplanung und öffentliche Ausschreibungen hätten ebenfalls einige Zeit in Anspruch genommen.

Öffentlichkeit laufend informiert

Da der Weg am Emsufer durch die Renaturierung beseitigt wurde und ein neuer Weg „auf der grünen Wiese“ angelegt, sei auch das Interesse der Öffentlichkeit an dem Projekt sehr groß gewesen, resümiert Vereinsvorsitzender Klaus-Peter Kranke. Dem sei unter anderem durch Termine zur Vorstellung der Pläne, durch einen „Tag der offenen Baustelle“ und bei der Freigabe der neuen Brücke über den Altarm und Anbindung an den Bestandsweg im Juli 2020 Rechnung getragen worden.

Während der gesamten Bauzeit habe es nur zwei kurze Unterbrechungen, bedingt durch Hochwasser, gegeben. Insgesamt habe die gesamte Renaturierung rund 900 000 Euro gekostet und sei vom Land NRW stark gefördert worden. Mehr als 70 000 Tonnen Erdreich seien bewegt und 80 Bäume als Totholz eingebaut worden. Insgesamt seien 1400 Meter der Ems renaturiert worden, was zu einer Zunahme der Wasserfläche bei Niedrigwasserabfluss um rund 10 800 Quadratmeter geführt habe. Mit der Bezirksregierung Münster als Genehmigungsbehörde habe der Kreisfischerei-Verein von der Abstimmung der Planung bis zur Abnahme „eine gute und kooperative Zusammenarbeit“ gepflegt.

Lob vom Deutschen Angelfischverband

Lob bekam der Projektträger jetzt vom Deutschen Angelfischverband durch die Auszeichnung des Vereins mit dem Titel „Gewässer-Verbesserer“ und der damit verbundenen Geldspende in Höhe von 500 Euro. „Es ist uns ein Anliegen mit dem Projekt Gewässer-Verbesserer das vielfältige ehrenamtliche Engagement der organisierten Anglerinnen und Angler in Deutschland mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken“, sagte Dr. Christel Happach-Kasan, Präsidentin des Deutschen Angelfischerverbands.

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